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| 01:01 Uhr

Noch nicht alle Munitionsreste der Sprengchemie beseitigt

Brody / Forst.. Das Betreten des ehemaligen Sprengchemie-Geländes in Brozek (Scheuno) bleibt weiterhin verboten. Das erklärte Czeslaw Odyniec, Bürgermeister von Brody (Pförten) auf RUNDSCHAU-Anfrage.

Dabei verwies er auf die noch immer bestehende Gefahr durch Hinterlassenschaften aus der Sprengstoffproduktion sowie Munitionsreste aus den Kampfhandlungen.
Die 22 polnischen Soldaten, die Sprengstoff-Überreste beseitigen sollten, wurden Ende August abgerufen. Sie hätten erst drei Viertel der Fläche absuchen können, erklärte der Bürgermeister. Die Gemeinde Brody wolle sich nun um Fördermittel bemühen, um die restlichen Flächen von privaten Munitionsbergungsdiensten bereinigen zu lassen, kündigte Odyniec an. Die Soldaten der Pioniereinheit aus Glogow (Glogau) stünden in diesem Jahr nicht mehr zur Verfügung.
Die Einheit wurde in diesem Sommer nach Brozek geschickt, nachdem dort im Frühjahr ein Mann bei einer Explosion getötet wurde (RUNDSCHAU berichtete). Ein Jahr zuvor waren zwei Studenten bei der Explosion in einem Bunker ums Leben gekommen. Nach dem zweiten Unglück wurde auch geführten Ausflugsgruppen der Zutritt zum ehemaligen Werksgelände verboten. (hjs/js)