„Dass wir die Trägerschaft zum Ende des vergangenen Jahres verloren haben und stückweit aus der Jugendarbeit der Stadt rausgedrängt wurden, das hat uns schon enttäuscht. Gerade deshalb, weil wir in den letzten Jahren viel Energie hineingesteckt haben“, fügt Denise Roy, ebenfalls vom Vorstand des Nix-Vereins, hinzu. So hätte der Verein im Jahr 2009 dreimal das Konzept für den Klub umgeschrieben und nach der Vorstellung im Sozialausschuss Ende Dezember noch einmal überarbeitet. „Wir haben die Wünsche der Abgeordneten und die erfragten Interessen der Jugendlichen mit aufgenommen.“

Der Jugendclub in Döbern läuft in diesem Jahr unter der Regie der Stadt. Damit endete die Zusammenarbeit mit dem Nix-Verein aus Forst.



Es sei eine gute und fruchtbare Arbeit in den vielen Jahren in Döbern gewesen, sagt Daniel Nothnick. Nicht umsonst seien auch Kinder gekommen, weil sie im Klub mitmachen wollten. „Da haben wir uns auch den Jüngeren zugewandt, nicht nur der ehemals konzipierten Zielgruppe ab 16 Jahre aufwärts“, erklärt Denise Roy. Grundgedanke dabei sei gewesen, dass die Jüngeren und ihre Eltern sich mit dem Klubleben vertraut machen können und die Kinder „als Nachwuchs herangezogen“ werden. Das sei von der Stadt, wie diese später bekundet hatte, nicht gewollt gewesen.

„Schade, dass wir das Vertrauen der Döberner Abgeordneten verloren haben“, sagt Denise Roy. Aber sie ist überzeugt, dass der Verein ansprechend gewirkt habe. „Das sieht man doch auch darin, dass Cornelia Schellschmidt, die ab 1. Februar als städtische Angestellte wieder die Leiterin der Einrichtung ist, schon einmal als Mitarbeiterin des Nix-Vereins den Klub geführt und bei uns sozusagen gute Arbeit geleistet hat“, sagt die Vereinsfrau.



Daniel Nothnick ist heute 28 Jahre alt. Er ist in Döbern aufgewachsen und will bald wieder ein Döberner sein, da er dort hinzieht. „Schon ich habe meine Freizeit als Jugendlicher im Klub verbracht. 14 Jahre lang war der Nix-Verein Träger, also auch zu meiner Jugendzeit. So schlecht kann Nix nicht gewesen sein, denn aus den meisten von uns ist doch was geworden“, sagt Nothnick feixend und auf seinen Berufsabschluss als Diplom-Sozialpädagoge (FH) verweisend.

Nichtsdestotrotz will der Nix e.V. seine anderen Projekte weiterhin zielstrebig und engagiert umsetzen. Das betrifft in Forst die Streetworker, den Jugendklub Waggon, die ambulante Hilfe zur Erziehung, Arbeit statt Grundsicherung, Sozialarbeit an Schulen und Kinderschutzprojekte.