"Wir sind noch offen für Vorschläge", sagt Udo List von der Naturparkverwaltung mit Sitz in Fürstlich Drehna zur Bewerbungsphase für den Naturparkpreis 2013.

Mittlerweile wird der renommierte Preis zum neunten Mal vergeben. Bewerben könnten sich Einzelpersonen, Personengruppen, Vereine, Unternehmen, Schulen, Schulklassen, Arbeitsgemeinschaften, Körperschaften des öffentlichen Rechts sowie Gemeinden, welche sich an der Entwicklung des Naturparks Niederlausitzer Landrücken beteiligt haben.

Wie Udo List informiert, könnten dem Kuratorium geeignete Kandidaten auch durch Dritte vorgeschlagen werden. Mit dem Naturparkpreis würden Leistungen gewürdigt, die den Zweck und die Aufgaben des Naturparks Niederlausitzer Landrücken unterstützen. Im Rahmen der Kuratoriumssitzung, am Donnerstag, 7. November, wird das Gremium darüber befinden, wem der Preis in diesem Jahr zugesprochen wird. Eines ist klar: Wer auch immer sich mit der Auszeichnung schmücken darf - er findet sich in ehrbarer Gesellschaft. Zu den Preisträgern zählten unter anderem die Schutzgemeinschaft Calauer Schweiz (2005), die Heinz-Sielmann-Grundschule Crinitz (2006), der Biologische Arbeitskreis "Alwin Arndt" Luckau (2008), die Internationale Jugendbauhütte Gartendenkmalpflege Altdöbern (2010) aber auch Einzelpersonen wie Thomas Krause aus Walddrehna (2007) und Hans-Joachim Emmrich aus Buchwäldchen (2011).

Amtierender Preisträger ist die Wohn- und Baugesellschaft Calau mbH, die die Jury 2012 mit ihrem Kunstprojekt "Wenn Kinderaugen in den Goldborn schauen" zu beeindrucken wusste.

Detlef Höhl, Vorsitzender des Kuratoriums, erinnert, dass es eine Reihe geeigneter Kandidaten gäbe, es müssten nur entsprechende Anträge formuliert und an die Naturparkverwaltung gesendet werden (Anschrift: Naturparkverwaltung Niederlausitzer Landrücken, Fürstlich Drehna, Alte Luckauer Straße 1, 15926 Luckau).

Mit dem Preis wird außergewöhnliches und oft langjähriges Engagement gewürdigt, sagt der Altdöberner Amtsdirektor. Zudem würden für den oder die Preisträger von der Mittelbrandenburgischen Sparkasse sowie den Sparkassen Niederlausitz und Elbe-Elster Preisgelder zur Verfügung gestellt.

Zum Thema:
Der Naturpark Niederlausitzer Landrücken ist einer von elf Naturparks im Land Brandenburg und umfasst 580 Quadratkilometer. Aufgrund seiner Gegebenheiten wird der Naturpark auch als "Land der Gegensätze" bezeichnet. Den bewaldeten Höhen des Niederlausitzer Landrückens sind sumpfige Niederungen vorgelagert. Dazwischen liegen zahlreiche, meist kleine Dörfer, umgeben von Äckern und Wiesen. Im Kontrast dazu stehen die Bergbaufolgelandschaften, als auffällige Hinterlassenschaften des Anfang der 1990er-Jahre eingestellten Kohleabbaus. uhd