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Nicht der Prinz, sondern der Ritter

Nach der bitteren Erfahrung mit den Kastanien am Kegeldamm geht die Verwaltung nunmehr auf Nummer sicher. Nicht der Wunsch der Bürger, sondern die Eigenschaften der Bäume steht bei der Ersatzpflanzung im Vordergrund.

Die Entscheidung ist richtig. Denn noch so einen kostspieligen Fehlschlag kann sich Forst nicht leisten. Gut ist es auch, dass diesmal Warnungen von Experten vor möglichen, wenn auch nicht wahrscheinlichen Gefahren, sehr ernst genommen und übergeordnete Fachbehörden frühzeitig einbezogen wurden. So kommen einige Baum-Kandidaten, die durchaus auch wünschenswert gewesen wären, nicht zum Zuge. Mit dem Feldahorn wird in Zukunft nicht der geliebte Prinz am Neiße-Ufer erblühen, sondern eher der wackere Ritter. Doch der hat schließlich auch was. Immerhin ist er der Baum des Jahres 2015 und für seine Standhaftigkeit bekannt. So ein Ritter steht Forst auch gut zu Gesicht.

hartmut.landes@lr-online.de