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| 16:49 Uhr

Forst
Neustart für „Rosentaler“ im Mehrgenerationenhaus

Im Mehrgenerationenhaus erwarten Jens Nowotnick (l.) und Juliane Krauzig am 7. Juni Interessierte und künftige Mitglieder des Tauschrings.
Im Mehrgenerationenhaus erwarten Jens Nowotnick (l.) und Juliane Krauzig am 7. Juni Interessierte und künftige Mitglieder des Tauschrings. FOTO: LR / Katrin Kunipatz
Forst. Jens Nowotnick rief Tauschring für Nachbarschaftshilfe allein ins Leben. Nun erhält er Unterstützung von Juliane Krauzig. Von Katrin Kunipatz

Einen Tauschring will Jens Nowotnick vom Mehrgenerationenhaus in Forst etablieren. Vergleichbar ist der Tauschring mit einer Börse für Nachbarschaftshilfe, wobei der Austausch nicht nur zwischen zwei, sondern zwischen mehreren Partnern erfolgt.

Folgende Situation wäre beispielsweise denkbar: Eine Seniorin braucht Hilfe beim Abnehmen ihrer Gardinen. Ein junger Mann hilft ihr dabei. Er selbst braucht Hilfe beim Formulieren einer Bewerbung. Die bekommt er wiederum von einer Mutter, die einen Kuchen für die Schulfeier ihrer Tochter benötigt. Den backt die Seniorin. Was hier kompliziert klingt, wird im Tauschring leicht möglich. Denn die Mitglieder tauschen Zeiteinheiten untereinander aus. „In Forst heißen sie Rosentaler“, erklärt Jens Nowotnick. „Ein Rosentaler entspricht dabei einer Viertelstunde.“

Erste Interessenten für den Tauschring gibt es bereits. Schon im Januar hatte Nowotnick zu einem ersten Infotreffen eingeladen. Wegen seiner Erkrankung ruhte das Projekt für mehr als zwei Monate und soll nun mit einem neuen Infotreffen belebt werden. Am Donnerstag, 7. Juni, 17 Uhr werden Jens Nowotnick sowie Juliane Krauzig und Angelika Ludwig von der Freiwilligenagentur im Mehrgenerationenhaus über den aktuellen Stand informieren. Das Regelwerk und die Verrechnungsschecks für die Rosentaler sind bereits fertig. „In den zurückliegenden Wochen gab es oft Anrufe, bei denen Menschen nach Hilfe fragten und ebenso konkrete Ideen hatten, was sie zum Ausgleich anbieten können“, berichtet Nowotnick.

In Zukunft soll der Tauschring von der Freiwilligenagentur betreut werden. „Bei uns melden sich schon jetzt Menschen, die ehrenamtlich tätig werden wollen“, sagt Juliane Krauzig. „Gleichfalls melden sich Vereine, die Hilfe nötig haben.“ Deshalb gibt es hier die meisten Überschneidungen. Die Erkrankung von Jens Nowotnick hat auch gezeigt, dass es wichtig ist, das Projekt auf mehrere Schultern zu verteilen. Doch im Winter sei es noch nicht möglich gewesen. Erst im März kam Juliane Krauzig zum Mehrgenerationenhaus.