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Forst
Neujahrsbaby überrascht seine Eltern

Am Neujahrstag kam Arik in Forst zur Welt. Seine Eltern Oliver Gorenz und Madeleine Mittag hat er überrascht.
Am Neujahrstag kam Arik in Forst zur Welt. Seine Eltern Oliver Gorenz und Madeleine Mittag hat er überrascht. FOTO: Katrin Kunipatz / LR
Forst. Arik machte sich 14 Tage eher auf den Weg. Cottbuser Eltern wählen oft Forster Krankenhaus als Entbindungsklinik.

Entspannt schlummert der kleine Arik in seinem Bettchen. Liebevoll nimmt Oliver Gorenz seinen Sohn auf den Arm und setzt sich zu Madeleine Mittag. Arik ist das erste Kind des in Cottbus lebenden Paares. „Es ist ein Wunschkind, ohne dass wir es genau geplant hätten“, sagt die 36-Jährige.

Noch etwas müde sind die Eltern des Forster Neujahrsbabys am Tag nach der Entbindung. „Eigentlich war Termin erst am 15. Januar“, berichtet Madeleine Mittag. Mit Freunden feierte das Paar Silvester. Die werdende Mutter zog sich früher zurück. Als die Fruchtblase in den frühen Morgenstunden des 1. Januars platzte, blieb sie gelassen. Die Tasche fürs Baby und die Papiere standen bereits seit Weihnachten fertig gepackt in der Wohnung. Nun legte sie ihre eigenen Sachen dazu und rief Lebenspartner Oliver an, der noch bei der Silvesterfeier ist. Er kümmerte sich um einen Fahrer, der das Paar von Cottbus in die Klinik nach Forst fuhr.

An Schlafen war hier nicht mehr zu denken. Untersuchungen wurden gemacht, Medikamente verabreicht und allmählich machte sich Baby Arik auf den Weg. Zum Schluss sollte es sogar knapp werden mit dem Geburtstermin am Neujahrstag. Erst 23.45 Uhr tat der kleine Kerl seinen ersten Schrei. 3520 Gramm schwer und 52 Zentimeter groß liegt er jetzt gesund und munter in den Armen seiner Eltern. Erleichtert ist Madeleine, dass auch das Stillen gut klappt. „Besser kann das neue Jahr nicht starten“, sagt Oliver Gorenz. Mit dem besonderen Datum haben sich die Eltern auch angefreundet. „Er wird an seinem Geburtstag immer freihaben“, sagt die Mutter.

Wie Oberarzt Just Kluttig berichtet, wird Arik nicht der einzige Cottbuser bleiben, der in Forst auf die Welt kommt. Insgesamt 446 Kinder wurden im vergangenen Jahr in der Lausitz Klinik Forst geboren. Bis Ende November 2017 waren darunter 124 Cottbuser und 107 Forster. Erst danach folgten Guben (56) und Spremberg. Aber auch aus Vetschau, Döbern und Peitz fahren Gebärende nach Forst. Sechs Mütter kamen aus Polen. Dass Eltern aus dem Umland Forst als Geburtsklinik auswählen, sei für den Bestand der Klinik wichtig, so Kluttig.

(kkz)