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Hochzeiten 2017 und 2018
Neues Heiratsjahr, neuer Raum

Klein, aber fein: Das neue Trauzimmer im Forster Rathaus mit den Standesbeamtinnen Annett Luser, Nicole Hiepka und Steffi Landsberg (v.l.).
Klein, aber fein: Das neue Trauzimmer im Forster Rathaus mit den Standesbeamtinnen Annett Luser, Nicole Hiepka und Steffi Landsberg (v.l.). FOTO: Steffi Ludwig / LR
Forst. Es gibt wieder mehr Hochzeiten – und im Forster Rathaus ein modernes Trauzimmer. Von Steffi Ludwig

Nachdem 2016 das Schloss Gahry als neuer Ort zum Heiraten hergerichtet wurde, lädt seit November 2017 auch im Forster Rathaus ein nagelneu gestaltetes Trauzimmer ein. In der dritten Etage, mit Blick über die Dächer von Forst, haben die Standesbeamtinnen Annett Luser, Nicole Hiepka, Steffi Landsberg und Jutta Merhold ein modernes Ambiente, dominiert von den Farben altrosa und grau, geschaffen. Zwar haben hier nur sechs Gäste Platz – aber das ist das Anliegen. „Wir wollen den Raum besonders Paaren, die keine große Zeremonie wünschen, oder Kurzentschlossenen, die vielleicht nur zu zweit kommen, anbieten“, sagt Annett Luser.

Bisher war das in einem Raum in der ersten Etage möglich. Dieser war jedoch noch kleiner und ungünstig gelegen. „Denn bei dem neuen Raum ist es auch möglich, mit dem Fahrstuhl bis vor die Tür zu fahren und nicht von allen gesehen zu werden“, so Annett Luser. Denn es gebe durchaus Paare, die es eher verschwiegener haben wollen. Die erste Hochzeit im neuen Zimmer habe bereits stattgefunden – und das Brautpaar sei sehr zufrieden gewesen.

Überhaupt wurde in Forst und Döbern – seit 2010 sind die beiden Standesämter zusammengelegt – 2017 wieder mehr geheiratet: 106 Paare gaben sich das Ja-Wort. 2016 hatte es mit 98 Trauungen eine kleine Flaute gegeben, nachdem 2015 die Rekordzahl von 136 Hochzeiten zu Buche geschlagen hatte.

In der Gunst der Brautleute ganz vorn lag wieder der Ostdeutsche Rosengarten Forst, wo im Trauzimmer, das rund 30 Gäste fasst, und draußen auf der Wehrinsel geheiratet werden kann. 52 Paare entschieden sich dafür, im Vorjahr waren es 47 gewesen. An zweiter Stelle rangiert bereits das kleine Trauzimmer im Rathaus mit 25 Hochzeiten. 2016 waren es 22 gewesen. Auch das Schloss Gahry, das ein geradezu märchenhaftes Ambiente zum Heiraten bietet, konnte 2017 mit 19 Hochzeiten um zwei im Vergleich zum Vorjahr zulegen. Auch hier kann sowohl im Trauzimmer als auch draußen auf der Schlosswiese geheiratet werden. Mit zehn Brautpaaren entschieden sich zwei weniger als im Vorjahr für das Trauzimmer im Döberner Rathaus, das auch im Frühjahr 2016 renoviert und umgestaltet worden war.

Die erste Hochzeit fand laut Annett Luser bereits am 6. Januar 2017 statt, die letzte am 13. Dezember. Am beliebtesten seien traditionsgemäß die Monate Mai bis September, und da vor allem die Samstage. Aber auch Freitage oder andere Wochentage würden als Hochzeitsdatum ausgesucht. „Das sind dann meist die Kennenlerntage oder andere wichtige Tage im Leben des Paares“, weiß die Standesbeamtin. Zahlentechnisch leicht einprägsame Daten wie der 7.7.17 stehen in Forst und Döbern jedoch nicht im Vordergrund. Dafür kommen nicht nur Forster in den Rosengarten oder ins Schloss Gahry zum Heiraten, sondern auch Interessenten von außerhalb wie aus Cottbus. „Aber auch gebürtige Forster, die inzwischen weit weg wohnen, hier aber noch Familie haben, heiraten hier.“

Für 2018 gibt es bereits mehr als 40 Heiratsvormerkungen beim Standesamt Forst/Döbern. „Verbindlich anmelden kann man sich erst ein halbes Jahr vorher“, so die Standesbeamtin. Einige Interessenten ließen sich auch bei mehreren Standesämtern vormerken, da beispielsweise die Lokalität zum Feiern noch nicht feststehe.