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Neues Kunstwerk an der Döberner Oberschule

Schüler der Döberner Oberschule haben im Rahmen der Berufsorientierung dieses Wandmosaik gestaltet.
Schüler der Döberner Oberschule haben im Rahmen der Berufsorientierung dieses Wandmosaik gestaltet. FOTO: kkz
Döbern. Schüler lernen bei Projektarbeit den Beruf des Fliesenlegers kennen. Resultat bleibt dauerhaft für alle am Eingang sichtbar. kkz

Der Schülereingang an der Oberschule "Germanus Theiss" in Döbern überrascht seit dieser Woche mit einem großen bunten Fliesenmosaik. Verschlungene Linien, farbige Flächen und kreisrunde Ornamente sind harmonisch kombiniert und bedecken Wand und Türrahmen.

Unter Anleitung des Holzbildhauers Matthias Münch haben 17 Schüler der achten und neunten Klasse in einer Woche im Mai das Kunstwerk erstellt. Vom Entwurf über die Vorbereitung der Platten bis hin zum Zerbrechen, Kleben und Verfugen der Fliesenstücke haben die Jungen und Mädchen alle Arbeiten selbst ausgeführt. "Sie mussten sich untereinander eng abstimmen, da die Linien und Flächen des Mosaiks über mehrere Platten liefen", erklärt Matthias Münch. In dieser Woche montierte der Künstler, wiederum unterstützt von den Schülern, die einzelnen Segmente an der Wand. Nur Kleinigkeiten waren nachzuarbeiten und jede einzelne Fliesenscherbe zu polieren. Sieben Quadratmeter groß ist das fantasievolle Mosaik.

Es ist eines von vielen Projekten, die an der Döberner Oberschule im Rahmen der Berufsorientierung durchgeführt werden. Undine Passow koordiniert diesen Bereich. Ziel ist es, den Schülern die Möglichkeit zu geben, verschiedene Berufe - in diesem Fall den des Fliesenlegers - kennenzulernen. Beeindruckt war sie vom Einsatz der Jugendlichen. "Sie fragten selbst, welche Arbeiten noch zu tun sind, und blieben freiwillig länger, um das gesteckte Ziel zu erreichen", berichtet die Lehrerin. Außerdem mussten sie den in der Projektwoche verpassten Unterrichtsstoff nacharbeiten.

Das neue Mosaik am Schülereingang ist nicht das einzige Projekt, bei dem Matthias Münch als Kooperationspartner mit den Jugendlichen zusammenarbeitete. Mit den Zehntklässlern - die dafür sogar nach ihren Abschlussprüfungen in die Schule kamen - kombinierte er Metallschrott zu Skulpturen. Auch hier gestalteten die Schüler selbst und schweißten rostige Harken, Nägel, Spaten und Ketten zu Figuren und Masken zusammen.