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Kunst
Künstlerin Margret Holz in neuem Raum

Die Künstlerin Margret Holz mit einigen ihrer Kunstwerke in ihrem neuen Depot in dem ehemaligen Gewerberaum in der Cottbuser Straße.
Die Künstlerin Margret Holz mit einigen ihrer Kunstwerke in ihrem neuen Depot in dem ehemaligen Gewerberaum in der Cottbuser Straße. FOTO: Steffi Ludwig / Medienhaus Lausitzer Rundschau
Forst. In ihrem Depot in der Cottbuser Straße hat die Berlinerin ihre Werke untergebracht - und noch einige Ideen für Forst.

Seit etwa einer Woche hat Künstlerin Margret Holz ein Depot für ihre Kunstwerke in einem ehemaligen Gewerberaum in der Cottbuser Straße eingerichtet. Den Platz in den ehemaligen Räumen in der Leipziger Straße, in denen sie vier Jahre lang untergebracht war, habe sie nicht mehr gebraucht. Denn sie habe etwa seit Anfang des Jahres nicht mehr in Forst an ihrer Kunst gearbeitet, sondern die letzte Skulptur beispielsweise schon in Berlin, wo sie auch wohnt, zusammengeschweißt, weil sie dort auch ihre Geräte habe.

Vor vier Jahren war sie über das Bildhauer-Symposium im Mai 2013 im Rosengarten nach Forst gekommen – und hatte Gefallen an der Stadt mit ihrer Nähe zu Polen und der Textilgeschichte gefunden. Da ihr damals in Berlin das Atelier gekündigt worden war, passte dies zeitlich – sie zog zum Arbeiten nach Forst und lebte auch zeitweise hier.

Aber jetzt, mit 75, müsse sie sich langsam für einen Ort entscheiden, sagt sie schmunzelnd. Deshalb habe ihr die Forster Wohnungsbaugesellschaft (FWG) den Raum überlassen, vorerst bis April 2018. „Der Ort an der Cottbuser Straße gefällt mir gut, er ist nicht so abgeschieden“, sagt Margret Holz. Sie könnte sich auch vorstellen, hier zu bleiben oder den Raum, der für sie fast zu groß ist, mit jemandem zu teilen. Auf jeden Fall suche sie ein dauerhaftes Depot und schaue auch in Berlin.

Doch mit Forst verbinde sie noch vieles, sie habe viele Kontakte hier  – und hat auch noch einige Projekte im Kopf, wie ein Holzschnittprojekt über dem Mühlgraben. Auch mit einigen Fundstücken aus der ehemaligen Pürschelfabrik wolle sie noch etwas gestalten. Anderes Material, das sie noch verarbeiten will, liegt ebenfalls im Depot. Oder auch für einen Rosengartensonntag im kommenden Jahr stehe sie zur Verfügung.

Im Sommer diesen Jahres hatte sie das deutsch-polnische Projekt „Brücken denken – Auf dem Weg zum Rosentraum“ der Stadt Forst und des Kulturhauses Lubsko geleitet. Bei einer deutsch-polnischen Kunstaktion im Forster Rosengarten war eine Skulptur entstanden, die sie zusammenfügte, ein Symposium und eine Ausstellung internationaler Künstler schlossen sich an.

(slu)