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Neuer Sitzungssaal im Januar fertig

Carola Krahl und Bürgermeister Philipp Wesemann im künftigen Sitzungssaal, der für die Bürger barrierefrei erreichbar sein wird.
Carola Krahl und Bürgermeister Philipp Wesemann im künftigen Sitzungssaal, der für die Bürger barrierefrei erreichbar sein wird. FOTO: Steffi Ludwig
Forst. Sie war ursprünglich schon für Anfang 2015 geplant gewesen, die Fertigstellung des neuen Sitzungssaals für die Forster Stadtverordneten im neuen Rathaus in der Lindenstraße. Doch der Umbau des ehemaligen AOK-Gebäudes hatte so viel Geld geschluckt, dass die Finanzierung lange unklar war. Nun soll der Saal Ende 2016 umgebaut sein. Steffi Ludwig

Emsig werkeln die Trockenbauer der Döberner Firma Zschornack & Löwenberg neben den Elektrikern der Briesniger Firma Jahrow in dem rund 180 Quadratmeter großen Raum. Datenleitungen werden in Bodenkanäle gelegt, die Wände verkleidet.

Bisher noch unvorstellbar, dass hier bereits im Januar die Stadtverordneten zu Sitzungen zusammenkommen sollen. Doch das ist das hehre Ziel der Stadtverwaltung: "Wir wollen zum Jahresende fertig und im Januar einsatzbereit sein", sagen unisono Bürgermeister Philipp Wesemann (SPD), Bau-Verwaltungsvorstand Heike Korittke und Carola Krahl, Mitarbeiterin im Zentralen Gebäudemanagement der Stadt.

Denn lange genug hat es gedauert: Bereits Anfang des Jahres 2015, als Teile der Forster Verwaltung von der Promenade in das neue Rathaus in der Lindenstraße einzogen, war ursprünglich auch die Fertigstellung des Sitzungssaales geplant.

Mittel erst für andere Räume

"Doch die umfangreichen Umbauarbeiten haben das Finanzkonzept durcheinander geraten lassen, sodass die Mittel, die für den Sitzungssaal eingeplant waren, erstmal für andere Räume im Haus verwendet wurden", erklärt Carola Krahl. Nun sei die Finanzierung geklärt, rund 200 000 Euro an Eigenmitteln der Stadt fließen in die Bauarbeiten für den Sitzungssaal.

Und das ist vorgesehen: Der Raum soll mit einer Trennwand abgeteilt werden können, sodass die Ausschusssitzungen der Stadtverordneten im rechten Bereich stattfinden können und links hinter der Trennwand noch ein Beratungsraum für 24 Personen möglich ist. "Bei geöffneter Trennwand können beide Räume miteinander verbunden werden", so Carola Krahl. Dann ergebe sich ein großer Raum für die Stadtverordnetenversammlung, im linken Bereich gibt es Bereiche mit Sitzplätzen für Gäste und die Verwaltung. Auch für andere Tagungen, Mitarbeiterversammlungen oder auch Lesungen der Stadtbibliothek biete der große Raum dann Platz - mit Sitzreihen für bis zu 106 Personen. "Der große Vorteil des neuen Sitzungssaales ist, dass er barrierefrei ist", so Bürgermeister Wesemann.

Barrierefrei mit Fahrstuhl

Es gebe einen Fahrstuhl, zusätzlich Schilder in Brailleschrift und farblich gekennzeichnete Stufen. All das gibt es im bisherigen Sitzungssaal der Feuerwehr in der Hochstraße, wo die Stadtverordneten tagen, nicht, auch nicht im Sitzungsraum 211 im alten Rathaus in der Promenade, wo bisher die Ausschüsse zusammenkommen. Letzterer werde dann, wenn der neue Saal fertig sei, für interne Beratungen genutzt, so Wesemann. Und die Feuerwehr habe ihr Gebäude für sich.

Momentan seien die Bauarbeiten im Zeitplan, so der Bürgermeister. Obwohl es Innenarbeiten sind, hoffe man auf nicht zu kaltes Wetter, denn Frost wäre schlecht für den Anbau der Lüftungsanlage.

Zum Thema:
Das Gebäude, das vorher die Krankenkasse AOK nutzte, wurde 1994 gebaut. Es hat rund 2000 Quadratmeter Nutzfläche. 2012 hatte die Stadt das Gebäude gekauft. Seit 2013 ist hier die Stadtbibliothek untergebracht, danach folgten weitere Teile der Verwaltung. Der neue Sitzungssaal befindet sich im zweiten Obergeschoss des Gebäudes. Der Raum für die Stadtverordneten erhält eine Konferenzausstattung mit einer drahtlosen Sprechanlage sowie Präsentationstechnik und zwei Leinwänden.