Die Arbeiten an dem neuen Gebäude an der Berliner Straße seien etwas schneller vonstatten gegangen als geplant, heißt es auf Nachfrage von Alexandra Kosakowski von der Rewe-Pressestelle für die Region Ost. Noch zum Baustart im Herbst 2015 war von Alexander Erdmann vom Bauherren rebo-Consult als geplanter Übergabetermin der 30. Juni 2016 genannt worden und eine Eröffnung Anfang des dritten Quartals 2016.

Der neue Rewe-Markt wird mit 1800 Quadratmetern Einkaufsfläche fast doppelt so groß sein wie der alte Markt an der Spremberger Straße, der noch bis zum 18. Juni um 22 Uhr geöffnet hat. Wegen der doch deutlichen Größensteigerung sei auch die Mitarbeiterzahl auf 36 aufgestockt worden, so Alexandra Kosakowski. Das Team um Marktleiterin Doreen Urban ziehe an den neuen Standort um.

Wie es mit dem dann leerstehenden Markt an der Spremberger Straße weitergeht, sei derzeit in Klärung, so die Pressesprecherin. "Es laufen Gespräche mit Penny, die allerdings noch nicht abgeschlossen sind", teilt Alexandra Kosakowski mit. Lebensmitteldiscounter Penny hatte sich 2015 aus der Spremberger Straße verabschiedet, da das Objekt die aktuellen Anforderungen eines Einzelhandelsstandortes nicht mehr erfüllen konnte, wie es damals von Penny hieß.

Unterdessen machen sich die potenziellen Kunden, darunter vor allem Ältere, Gedanken, wie sie zum neuen Rewe-Markt kommen. Wie Linken-Stadtverordnete Doris Dreßler der RUNDSCHAU mitteilte, sei bei einem Treffen der Lebenshilfe die Frage aufgekommen, ob sich die Stadt über die Überquerung der verkehrsreichen Berliner Straße gerade für Ältere mit Rollator Gedanken gemacht habe. Wie Sabine Jahnke, Fachbereichsleiterin Bauen in Forst, auf Nachfrage mitteilt, habe die Stadt das Thema "weitere Querungshilfen im Stadtgebiet" generell im Fokus. Zu dieser Stelle der Berliner Straße sei bisher jedoch keine Anfrage oder Anregung eingegangen. Zudem sei die Berliner Straße Bundesstraße und deshalb sei die Stadt kein Baulastträger, sondern der Landesbetrieb Straßenwesen zuständig. Mit diesem müsse dann gegebenenfalls geschaut werden, ob beispielsweise der Kleinpflasterstreifen in der Mitte der Straße ausreiche für einen Querungsstreifen. Die Zufahrt auf den vorgelagerten Parkplatz werde nur über die August-Bebel-Straße möglich sein, sagte Alexandra Kosakowski.

Für den neuen Rewe-Markt waren im Herbst zwischen August-Bebel-Straße und Käthe-Kollwitz-Straße Garagen und Häuser abgerissen worden. Der Neubau ist der 15. Markt in der Vertriebsregion Ost, den der Kölner Supermarktbetreiber nach dem "Green Building"-Konzept mit großem Holzanteil errichtet. Das bedeute, dass der Markt von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen geprüft und zertifiziert sei und somit nachweislich ressourcenschonend und energieeffizient errichtet wurde, heißt es aus der Rewe-Pressestelle. Der neue Markt werde am 24. Juni um sieben Uhr eröffnet und habe auch einen Bäcker- und Imbissbereich.