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| 19:03 Uhr

Neuer Mieter in der Innenstadt

In den beiden oberen Etagen des Stadthauses zieht Ende August die Abfallwirtschaft des Landkreises ein.
In den beiden oberen Etagen des Stadthauses zieht Ende August die Abfallwirtschaft des Landkreises ein. FOTO: kkz
Forst / Spree-Neiße. Neues Leben kommt ins Forster Stadthaus, Frankfurter Straße 2. Seit die Stadtverwaltung vor einigen Jahren ins neue Rathaus am Lindenplatz gezogen ist, standen die Büroräume in den oberen Stockwerken leer. Katrin Kunipatz

"Ende August wird der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft in der zweiten und dritten Etage einziehen", sagt Susanne Neuer. Die Werkleiterin des Eigenbetriebs bereitet nun den Umzug vor. Sie und ihre insgesamt 20 Mitarbeiter machen Platz im Kreishaus.

Denn dort ist es eng geworden. 26 neue Stellen waren im vergangenen Jahr geschaffen worden, zehn kommen noch in diesem Jahr dazu, und für die Auszubildenden fehlen weitere zehn Arbeitsplätze, erläuterte Hauptamtsleiter Andreas Schober im Februar. Entsprechend des damaligen Plans hätten die 55 noch im Kreishaus befindlichen Mitarbeiter des Jobcenters zu ihren Kollegen in die Richard-Wagner-Straße umziehen sollen. Diese Idee verwarf die Kreisverwaltung zum Jahresbeginn. Die Wiederbelebung weiterer eineinhalb Etagen in dem ehemaligen Wohnheim wäre mit mehr Aufwand verbunden gewesen und deshalb teurer geworden als ursprünglich angenommen, lautete die Begründung.

Die Suche nach Lösungen ging weiter. Geprüft wurde offensichtlich auch die Anmietung zusätzlicher Büroräume. Im Eckhaus Cottbuser Straße / Frankfurter Straße wurde man schließlich fündig. Vermieter ist die Forster Wohnungsbaugesellschaft (FWG). Deren Geschäftsführer Uwe Engelmann ist erfreut über den neuen Mieter. Die Kreisverwaltung sei eine "stressfreie Institution". "Der Mietvertrag wurde für drei Jahre abgeschlossen, mit der Option auf eine Verlängerung", sagt Engelmann. Er hofft trotz der bevorstehenden Kreisgebietsreform auf ein langfristiges Arrangement, schließlich sei Abfall immer an der Tagesordnung.

Die Büroräume sind bis auf kleine Restarbeiten bereits vorbereitet. Im Eigenbetrieb Abfallwirtschaft beginnt jetzt das große Packen. Akten, PC-Technik und Server müssen zum neuen Standort gebracht werden. Da die Mitarbeiter nicht mehr im Kreishaus sitzen, werden neue Telefonnummern nötig. Dazu werde es im August eine entsprechende Information geben, teilt Susanne Neuer mit. Umstellen müssen sich Mitarbeiter und Besucher des Eigenbetriebs vor allem hinsichtlich der Parkplätze. In der direkten Umgebung gebe es genügend Stellplätze, die zwar zeitlich begrenzt, aber kostenfrei genutzt werden können, schätzt die Werkleiterin ein. Genau wie im Kreishaus gibt es auch im Stadthaus einen Aufzug, sodass die Büros auch für Menschen im Rollstuhl leicht zu erreichen sind. Ihre Mitarbeiter würden in der Nähe - beispielsweise auf dem großen Parkplatz an der Karlstraße - genügend Möglichkeiten finden, ihr Auto abzustellen.

Um den Umzug geordnet über die Bühne zu bringen, wird der Eigenbetrieb im August für einige Tage schließen, kündigt Susanne Neuer an. In der Ferien- und Urlaubszeit seien nur wenige Besucher betroffen, hofft sie. Außerdem klären viele Bürger Probleme bei der Abfallentsorgung telefonisch oder melden die Sperrmüllentsorgung per Postkarte an.

Zum Thema:
Seit Januar sind der Blumenladen an der Ecke Cottbuser / Berliner Straße und der Vodafone-Shop in der Cottbuser Straße geschlossen. Im April eröffnete Tommy Schulze in der Tuchfabrik, Otto-Nagel-Straße, die Bowlingbahn wieder.Den Discounter Tedi gibt es sei Mai in der Passage in der Forster Karlstraße. Die Einzelhändlerin Anja Pigol schließt im Juli ihr Geschäft "Schreiben und Schenken" in der Cottbuser Straße. Aus privaten Gründen verabschiedet sich das "Taverna El Greco"-Team ebenfalls im Juli von den Forster Gästen. Das griechische Restaurant befindet sich in der Bahnhofstraße.