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| 14:14 Uhr

Unfallschwerpunkt
Neue Versuche an Problemstelle

Das Stoppschild an der Sacroer Kreuzung wurde am Donnerstag um 30 Zentimeter tiefer gesetzt, um es besser sehen zu können.
Das Stoppschild an der Sacroer Kreuzung wurde am Donnerstag um 30 Zentimeter tiefer gesetzt, um es besser sehen zu können. FOTO: LR / Steffi Ludwig
Forst. Tieferes Stoppschild und zwei neue Hinweistafeln sollen am Unfallschwerpunkt Sacro helfen. Von Steffi Ludwig

Sie ist ein Unfallschwerpunkt, der den Verantwortlichen Rätsel aufgibt: die Kreuzung Nord­umfahrung/Forster Straße Nähe ehemaliger Grenzübergang. Trotz Rüttelstreifen und eines erst im Mai aufgestellten Stoppschildes hatte es Anfang Juli wieder einen schweren Unfall mit einem Schwerverletzten gegeben. „Dabei ist die Kreuzung sehr gut ausgebaut und einsehbar“, sagt Marlies Kulka, Fachbereichsleiterin für Ordnung, Sicherheit, Verkehr des Landkreises Spree-Neiße. „Wenn sich die Kraftfahrer alle an die Straßenverkehrsordnung halten würden, wären die Unfälle vermeidbar gewesen.“

Am Donnerstag hatte die Unfallkommission des Landkreises Spree-Neiße einen kurzfristigen Vor-Ort-Termin einberufen, um sich die Kreuzung noch einmal genau anzusehen. „In einer baulichen Veränderung sehen wir keinen Handlungsschwerpunkt“, resümiert Marlies Kulka. Das wäre beispielsweise ein Kreisverkehr, wie auch RUNDSCHAU-Leser vorgeschlagen hatten. Dieser wie auch eine Ampelregelung seien angesprochen worden, aber von der Kommission als zu langfristig und zu teuer beurteilt worden. „Unser Augenmerk geht eher in die Richtung, wie wir mit schnelleren Maßnahmen die Aufmerksamkeit der Autofahrer erhöhen können.“

Deshalb habe die Kommission, zu der neben dem Landkreis auch die Städte Forst und Spremberg, die Polizei und der Landesbetrieb Straßenwesen gehören, beschlossen, zwei große weiße Hinweistafeln aufzustellen: versehen mit der Aufschrift „Achtung, Unfallschwerpunkt!“ und  mit einem Blinklicht. Eine Tafel soll aus Richtung Sacro noch vor dem Stoppschild stehen, die andere an der Nordumfahrung in Richtung Grenze. Die Schilder würden in Auftrag gegeben und dann aufgestellt, kündigt Marlies Kulka an.

Bereits umgesetzt wurde die Tieferstellung des Stoppschildes um 30 Zentimeter. „Möglicherweise wurde das Schild durch die Bäume erst zu spät gesehen“, vermutet Kulka. Denn auch die Unfallverursacherin von Anfang Juli war wie bereits bei den anderen Unfällen aus Richtung Sacro gekommen.

Zudem soll im September laut Marlies Kulka noch einmal eine Verkehrszählung an der Kreuzung stattfinden, die über eine Woche andauert. Außerdem will sich die Unfallkommission Spree-Neiße an die Landesunfallkommission wenden mit der Bitte, sich die Kreuzung auch einmal anzusehen und einen eventuellen Hinweis für Veränderungen zu geben.

Die Kreuzung war lange Jahre Unfallschwerpunkt, verlor diesen Status 2015 wieder und erhielt ihn im April aufgrund der gehäuften Unfälle mit Personenschäden zurück. Sie wird auch Thema der nächsten regulären Sitzung der Unfallkommission am 12. September sein.

Der Unfallschwerpunkt in Sacro wurde neu begutachtet.
Der Unfallschwerpunkt in Sacro wurde neu begutachtet. FOTO: LR / Steffi Ludwig