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| 14:14 Uhr

Engagement
Neue Räume für die Forster Tafel

Sylvia Schneider, die Leiterin der Forster Tafel, zeigt den Eingang zu den neuen Räumen der Tafel in der Cottbuser Straße.
Sylvia Schneider, die Leiterin der Forster Tafel, zeigt den Eingang zu den neuen Räumen der Tafel in der Cottbuser Straße. FOTO: Steffi Ludwig / LR
Forst. Nach jahrelanger Suche ist nun ein Gebäude gefunden – ohne steile Treppe wie bisher. Von Steffi Ludwig

Sie sind äußerst beschwerlich für die Mitarbeiter und Besucher der Forster Tafel – die steilen Treppen, die zu den bisherigen Räumen in der Bahnhofstraße führen. Die schweren Kisten mit Lebensmitteln müssen hinaufgeschleppt werden, und auch für die steigende Anzahl an älteren Nutzern der Tafel ist der Zugang nicht sehr angenehm. Deshalb suchte die Tafel seit etwa drei Jahren nach neuen Räumen, die möglichst ebenerdig sind.

Nun sind in der Cottbuser Straße geeignete Räume gefunden worden, in denen bis 2015 ein Bildungsträger untergebracht war. Das teilten sowohl der stellvertretende Bürgermeister Jens Handreck in der Stadtverordnetenversammlung als auch Carola Lademann, Bereichsleiterin Süd des Arbeitslosenverbandes Brandenburg – dem Träger der Forster Tafel – mit. Momentan laufen die Umbauarbeiten, Mitte April soll, wenn alles nach Plan läuft, die offizielle Übergabe stattfinden.

Wesentlich mehr Platz steht nach Auskunft von Sylvia Schneider, Leiterin der Tafel, dann zur Verfügung. Sind es in den alten Räumen neben der Turnhalle der Oberschule knapp 70 Quadratmeter, werden es dann reichlich 90 Quadratmeter sein. Weitere Verbesserungen wie ein Tresen, ein separater Belieferungszugang von hinten und natürlich der Wegfall der Treppe kommen hinzu.

Die enge Zusammenarbeit mit Landrat Harald Altekrüger (CDU),  Jens Handreck und der Forster Wohnungsbaugesellschaft FWG, der die Immobilie gehört, habe endlich zu einer Lösung geführt, teilt Carola Lademann dankbar mit: „Das bedeutet eine große Wertschätzung unserer sozialen Arbeit.“ Durch die lange Krankheit des ehemaligen Bürgermeisters Philipp Wesemann (SPD) und ungeeignete Objekte war das Thema immer wieder ins Stocken geraten. Beispielsweise musste das ehemalige Kreisarchiv verworfen werden, da hier der Umbauaufwand zu hoch gewesen wäre.

Nach der jüngsten „Tafel-Runde“ im November 2017 sei das Problem noch einmal angepackt worden. Zu diesen Runden lädt der Landrat die Vertreter der Tafeln des Landkreises Spree-Neiße seit einigen Jahren ein und lässt sich über die Sorgen und Nöte berichten. Seit 2015 zahlt der Landkreis den Tafeln und Möbelbörsen jeweils eine finanzielle Unterstützung von reichlich 7000 Euro Personalkosten und 500 Euro Sachkosten – laut Carola Lademann einmalig weit und breit.

Tafelleiterin Sylvia Schneider hatte im November wieder die katastrophalen Räume in Forst angesprochen. Und so konnten nach nochmaligem Umkrempeln des Bestandes der FWG die Räume des ehemaligen Bildungsträgers gefunden werden, wie FWG-Geschäftsführer Uwe Engelmann bestätigt.

Die Treppen im bisherigen Gebäude der Tafel in der Bahnhofstraße sind für Mitarbeiter wie Madlen Werchau und Besucher mühsam.
Die Treppen im bisherigen Gebäude der Tafel in der Bahnhofstraße sind für Mitarbeiter wie Madlen Werchau und Besucher mühsam. FOTO: Ludwig