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Neue Ideen für Dorfanger Sacro

Für den Dorfanger in Sacro wünschen sich die Einwohner beispielsweise eine behindertengerechte Haltestelle mit einer Sitzgruppe dahinter.
Für den Dorfanger in Sacro wünschen sich die Einwohner beispielsweise eine behindertengerechte Haltestelle mit einer Sitzgruppe dahinter. FOTO: kkz
Sacro / Forst. Erst auf den zweiten Blick offenbart der Dorfanger in Sacro seine Schönheit. Langfristig soll sich dies ändern. Die Stadt Forst hat deshalb vor einem Jahr die Cottbuser LUG Engineering GmbH beauftragt, eine Gestaltungskonzeption für den unter Denkmalschutz stehenden Sacroer Dorfanger zu erarbeiten. Katrin Kunipatz

Mit Ortsvorstand, Anwohnern, Kirchengemeinde, Ortschronist und dem Förderverein der Feuerwehr fanden insgesamt sieben Treffen statt, bei denen die Wünsche der Sacroer zusammengetragen wurden. Marion Hübner, Projektingenieurin im Bereich Infrastruktur bei der LUG, erstellte daraus die Gestaltungskonzeption, deren Entwurf kürzlich im Bauausschuss Thema war.

Der Dorfanger in Sacro punktet mit jeder Menge Platz. Feuerwehrgerätehaus, Dorfmuseum, Spielplatz, Bushaltestelle und Maibaumplatz befinden sich in unmittelbarer Nachbarschaft. Große alte Eichen und Linden bilden mit grünen Kronen einen herrlichen Kontrast zur roten Backsteinkirche. Negativ fallen dagegen die unbefestigten Straßen, fehlende Parkflächen und Gehwege auf. Auch lädt der Anger nicht zum Verweilen ein, obwohl Sacro gerade für Radtouristen auf dem Oder-Neiße-Radweg und Besucher der Kulturkirche ein Anlaufpunkt ist.

Die Gestaltungskonzeption sieht vor, zuerst die Verläufe der Straßen und Einfahrten festzulegen, weil sich daraus die zu gestaltenden Freiflächen ergeben. Spielplatz und Buswartestelle verbleiben an ihren Standorten, werden jedoch mit überdachtem Sitzplatz und Sitzecke aufgewertet. Der Containerstellplatz rückt von der Kirche in die Nähe der Haltestelle. Am Spielplatz und vor der Kirche würden Flächen als Parkflächen befestigt, erläutert Marion Hübner. Sie schlägt weiter vor, Koniferen und Nadelbäume im Bereich des Dorfangers zu beseitigen, damit die großen Laubbäume besser sichtbar werden. Die Luisenlinde sollte am Maibaumstellplatz einen neuen Standort erhalten. Auf Rasenflächen könnten Blumenzwiebeln für spätere farbliche Akzente sorgen. Die Tradition der Sitzbänke vor den Häusern könnte wieder belebt werden, so entstünden Hingucker.

Beendet ist die Arbeit am Dorfgestaltungskonzept noch nicht. Aktuell holt die Stadt die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange ein. Am 13. Juli sollen diese Ergebnisse der Sacroer Arbeitsgruppe vorgestellt werden. Ziel ist es, die fertige Konzeption ergänzt durch ein Modell im vierten Quartal 2017 den Einwohnern vorzustellen.

Einen Rahmen für die Umsetzung und die zu erwartenden Kosten gibt es noch nicht. Letztlich wird alles von Fördermitteln abhängen. "Mit dem Konzept sind wir gut gewappnet, um Fördermittel zu akquirieren", erklärt Sabine Jahnke, Leiterin des Fachbereichs Bauen im Bauausschuss. Die Erstellung des Konzeptes hat rund 24 000 Euro gekostet und wird über das Lea-der-Programm gefördert.