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Neue Gesamtschule in SPN schon 2018/19

Forst. Der Kreisausschuss hat am Mittwoch einstimmig bei einer Stimme Enthaltung beschlossen, eine Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe zu errichten. Träger der Schule, die bereits zu Beginn des Schuljahres 2018/19 öffnen soll, werde der Landkreis Spree-Neiße sein. Steffi Ludwig

Nun muss der Kreistag am 11. Oktober entscheiden. Den Antrag hatten die fünf Kreistagsfraktionen geschlossen eingebracht. Seit dem Sommer hatte sich eine Arbeitsgruppe "Gesamtschule" gegründet, die sich seitdem viermal getroffen habe, so Spree-Neiße-Sozialdezernent Hermann Kostrewa (SPD). Der Einzugsbereich der Gesamtschule sei mit Kolkwitz, Drebkau, Welzow und Neuhausen/Spree umrissen worden, Burg sei nicht einbezogen worden, so Kostrewa. Der Bedarf sei so ermittelt worden, dass in der Sekundarstufe I mit einer Fünfzügigkeit geplant werde, um keine Schüler abweisen zu müssen, und in der Sekundarstufe II mit Dreizügigkeit. Die Schule solle zudem mit siebenten und elften Klassen beginnen, dafür gebe es Bedarf, sagte der Sozialdezernent. Noch zu klären sei die Standortfrage, am 18. Oktober soll diese in einer weiteren Sitzung der Arbeitsgruppe vorgestellt werden. Fünf Standorte würden derzeit nach verschiedenen Kriterien untersucht: die bisherigen Grundschulen in Kolkwitz und Drebkau (Ortsteil Leuthen), die "Grüne Wiese" im Südwesten von Cottbus, ein Erweiterungsbau beim Oberstufenzentrum Cottbus Makarenkostraße sowie eine Fläche nahe des Cottbuser Pückler-Gymnasiums, sagte Hermann Kostrewa. Ingo Paeschke (Linke) merkte vor allem die Neubauten hinsichtlich des Zeitplanes, im Herbst 2018 eröffnen zu wollen, kritisch an. Nach Meinung des Sozialdezernenten müsse bei allen Varianten gebaut oder umgebaut werden und eventuell vorerst auf Übergangslösungen zurückgegriffen werden. "Wir denken aber, dass es machbar ist", sagte Kostrewa. Die Standortfrage solle dann im Kreistag im Dezember beschlossen und zunächst vom Bildungsausschuss beraten werden. Fred Kaiser (CDU) bemerkte, dass es nicht zu verhindern sein werde, dass auch Burger Schüler in die neue Gesamtschule kämen. "Die Burger Oberschule hat ihre Bestandsberechtigung", sagte darauf Hermann Kostrewa und kritisierte die Pläne von Cottbus, eine zweizügige Oberschule in der ehemaligen Schmellwitzer Förderschule zu errichten. Denn das werde wiederum Auswirkungen auf die Burger und Peitzer Oberschule haben, die derzeit auch Cottbuser Kinder besuchen. "Wir bekommen auch nur die Genehmigung vom Ministerium, wenn wir keine andere Schule benachteiligen", so Kostrewa. Deshalb sei eine Zusammenarbeit mit Cottbus unerlässlich, sagte Ingo Paeschke.

Die neue Schule soll einen inklusiven Charakter in Form des Gemeinsamen Lernens haben.