(sh) Nach dem Bauausschuss hat sich in dieser Woche auch der Finanzausschuss des Landkreises Spree-Neiße für den Neubau einer Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe im Kolkwitzer Ortsteil Klein Gaglow ausgesprochen. Baudezernent Olaf Lalk (CDU) kündigte zudem an, beim Projekt mächtig aufs Gas zu drücken. „Wir sind in der Lage, innerhalb von 36 Monaten diese Schule zu errichten“, erklärte er.

Um diesen Zeitplan einhalten zu können, arbeitet die Verwaltung bereits im Hintergrund, bevor der Kreistag seine – allerdings als sicher geltende – Zustimmung zu dem Vorhaben gegeben hat. So ist die Bauverwaltung derzeit damit beschäftigt, Anfragen an Architekturbüros zu stellen, ob diese sich vorstellen könnten, sich um den Architektenwettbewerb zu kümmern. Die Verwaltung habe sich entschieden, die komplizierte und umfangreiche Materie in externe Hände zu geben, sagt Olaf Lalk.

Das bedeutet: Bis zur nächsten Kreistagssitzung am 10. April möchte die Verwaltung den Abgeordneten erste Angebote der Architekturbüros vorstellen. Anschließend soll ein Büro ausgewählt werden, das dann wiederum den eigentlichen Architektenwettbewerb durchführt. Dieses Büro kann in freihändiger Vergabe bestimmt werden.

Anschließend geht es dann in einem Architektenwettbewerb um den eigentlichen Schulneubau. Der Architektenwettbewerb ist eine Art fachlicher Leistungsvergleich. Der Bauherr erhält mehrere Entwürfe, er kann diese vergleichen und sich für die aus seiner Sicht optimale Lösung entscheiden. Eine unabhängige Jury prüft, bewertet und entscheidet sich dann für eine Variante. Die Brandenburgische Architektenkammer begrüßt derartige Verfahren. Diese würden zu einer höheren Akzeptanz in der Öffentlichkeit beitragen. Das Siegerbüro darf sich anschließend auch um die Planung des Schulneubaus kümmern.

Mit Beginn des Schuljahres 2022/2023 soll der 25-Millionen-Euro-Neubau einschließlich Turnhalle fertig sein.