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| 01:04 Uhr

Neue Deponiestraße für den Weitertransport nach Berlin

Forst.. Über eine halbe Million Euro soll in diesem Jahr für den Ausbau der Deponiestraße von der Simmersdorfer Siedlung zur Abfalldeponie an der Autobahnanschlussstelle Forst investiert werden.

Denn ab Juni wird dort der gesamte Hausmüll aus dem Spree-Neiße-Kreise gesammelt, umgeladen und zur gesetzlich vorgeschriebenen Vorbehandlung nach Schöneiche bei Berlin gebracht. Die Abfall-Reste werden auch auf der dortigen Deponie der Märkischen Entsorgungsanlagen Betriebsgesellschaft (Meab) gelagert.
Gerade deswegen sieht Wolfgang Thamke den Ausbau der etwa anderthalb Kilometer langen Straße als notwendig an. Thamke ist Leiter des Umweltamtes im Landratsamt und Leiter des Abfall-Werksbetriebes des Spree-Neiße-Kreises. Auch wenn kein Hausmüll aus dem Spree-Neiße-Kreis mehr auf der Forster Deponie abgeschüttet werde - „es bleibt die Deponie, der Recyclinghof ist dort in Betrieb, die Kompostanlage ist in Betrieb und es wird Sperrmüll dort deponiert“ . Vor allem aber werde der Verkehr über die enge und verschlissene Straße zunehmen, weil ab dem 1. Juni dort der gesamt Hausmüll aus dem Spree-Neiße-Kreis ankommt; die anderen Deponien des Kreis in Guben, Welzow, Spremberg sind oder werden geschlossen. Es werden also nicht nur mehr, sondern auch schwerere Fahrzeuge als bisher den Weg benutzen, der für diese Belastungen nicht gebaut wurde.

Forst hätte Platz und Erlaubnis
Forst ist ab Juni eine von vier Deponien in ganz Brandenburg, die noch genutzt werden dürfen. Aber nach einer Ausschreibung durch den Kreis wurde dem Transport zur Meab-Anlage nach Schöneiche als billigste Variante der Zuschlag erteilt - es war auch das einzige formell richtige Angebot, das beim Kreis eingereicht wurde.
In dieser Woche soll an der Deponie der Aufbau der Halle begonnen werden, in der künftig der gesamte Hausmüll aus Spree-Neiße in größere Container-Fahrzeuge umgeladen werden soll. Die Vorarbeiten haben bereits begonnen, bestätigte Bernd Müller, Leiter des Meab-Planungsbereiches. Gut sei der Standort für diese Zwecke, erklärt Müller. Eigentumsverhältnisse seien klar, der Deponiebereich sei unproblematisch, was die Genehmigung betrifft - auch weil er relativ weit von der nächsten Bebauung entfernt ist. Der Standort „ist ideal gelegen“ für die Abfallwirtschaft, die sich mit 287 000 Euro am Ausbau der Straße beteiligt. Der Restbetrag - 274 6000 Euro - kommt über einen EU-Zuschuss. So wird die Stadtkasse selbst nicht belastet. Der Bau der Gemeindestraße taucht nur als Durchlaufposten im Forster Haushalt auf.
Ob die Abfallentsorgungsgesellschaft Neiße-Spree (AGNS), an der der Spree-Neiße-Kreis 50 Prozent der Anteile hält, zumindest mit dem Umladen des Hausmülls noch am Geschäft beteiligt wird, ist noch offen. „Die Gespräche laufen noch“ , erklärt Müller. Und zwar „mit einem ortsansässigen Unternehmen“ . (js)