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| 02:37 Uhr

Neue Abschnitte für Stadt-Radweg geplant

Mit dem Rad zur Arbeit fahren schont die Umwelt und den Geldbeutel und tut Körper und Seele gut. Foto: Hannibal Hanschke
Mit dem Rad zur Arbeit fahren schont die Umwelt und den Geldbeutel und tut Körper und Seele gut. Foto: Hannibal Hanschke
Forst. In die Stadt und nicht daran vorbei – so sollen künftig Radtouristen des Oder-Neiße-Radweges gelenkt werden. Der innerstädtische Radweg am Mühlgraben soll dabei helfen. Bereits in diesem Jahr wird weitergeplant – mit neuer Mühlgrabenbrücke. Jürgen Scholz

Die gerade ausgewertete Radverkehrsanalyse des Landkreises bringt es ans Licht: Einer der wichtigsten Faktoren im Zusammenhang mit den wachsenden Touristenzahlen ist der Fahrradtourismus. Befragungen haben demnach ergeben, dass jeder Rad-Tourist im Schnitt 23 Euro pro Tag ausgibt. "Das ist ein guter Grund, Gäste zu einem längeren Aufenthalt zu animieren", sagt Landrat Harald Altekrüger (CDU), der auf die vielen Touren-Möglichkeiten im Landkreis verweist.

Auch in Forst ist dieser Trend erkannt worden. Das Problem: Zwar läuft der stark befahrene Oder-Neiße-Radweg an der Stadt entlang. Doch die Radler müssen in die Stadt gezogen werden. Dabei soll etwa der am Mühlgraben entlang führende Radweg helfen, für den nun laut Bauamt ein weiterer Abschnitt in Angriff genommen wird. So soll sich der nächste Teil an den gerade fertiggestellten Radweg von der Ringstraße bis zur Paul-Högelheimer-Straße anschließen. Beate Schödel von der Abteilung Grünflächen der Stadt: "Wir planen den nächsten Abschnitt 2014. Mit dem Bau könnte im Jahr 2015 begonnen werden." Für die Weiterführung des Radweges ist noch Grunderwerb nötig. Mitfinanziert wird das Projekt laut Schödel mit Geld aus der Städtebauförderung. Zwei Drittel der Bausumme könnten so abgedeckt werden.

Im Zuge der Weiterführung ist dann sogar ein Brückenschlag über den Mühlgraben für die Fahrradfahrer vorgesehen. Denn ab den Kleingartenanlagen soll der Radweg den Mühlgraben weiter auf der Westseite begleiten, wie Beate Schödel erläutert. Dann soll der Weg hinter dem früheren Elt-Werk entlang bis zum Bahnübergang Badestraße weitergeführt werden.

Bisher sind für den Radweg am Mühlgraben sechs Kilometer Radweg hergestellt worden, so Beate Schödel. Ende 2013 war das letzte Teilstück zwischen der Ringstraße neben der Freibadanlage bis zur Paul-Högelheimer- Straße übergeben worden. Laut Schödel wird der Weg bereits gut genutzt. Der Abschnitt hat nach Angaben des Bauamtes eine Länge von insgesamt 240 Metern. 120 000 Euro waren für den Bau des Teilstücks veranschlagt worden. Das Vorhaben wurde ebenfalls zu zwei Dritteln über das Förderprogramm Soziale Stadt finanziert.

Das nördlichste Teilstück des neuen innerstädtischen Radweges soll künftig von der Alsenstraße bis zu Schlaugks Eckchen im Forster Norden führen. Auch dazu laufen laut Stadt bereits Planungen.

Doch auch ein weiteres Problem soll im Zusammenhang mit der Entstehung des neuen Radweges in Angriff genommen werden: Ein neues touristisches Schildersystem. Im September des vergangenen Jahres waren Pläne dazu vorgestellt worden. Laut Angelika Geisler vom Fachbereich Stadtplanung soll bereits in diesem Jahr mit der Arbeit für das System begonnen werden. "Wir wollen bis zur 750-Jahrfeier der Stadt im Jahr 2015 fertig sein", so Geisler. Bürgermeister Jürgen Goldschmidt (FDP) sieht im Aktivtourismus für Forst noch einige Möglichkeiten für Wachstum. Der neue innerstädtische Radweg sei dabei eine Farbe auf der Palette. Insbesondere im Bergbautourismus und Anbindungen in künftige Erholungsgebiete um den Klinger See sieht er noch großes Potenzial. Goldschmidt: "Hier ergeben sich für die Zukunft noch viele Möglichkeiten der Vermarktung." Forst könnte dabei Ausgangspunkt für Aktivtouristen werden.