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| 15:47 Uhr

Dafür gibt die Gemeinde 2019 Geld aus
Neiße-Malxetal setzt auf den Tourismus

 Die Ziegelei in Klein Kölzig soll zu einem Begegnungzentrum ausgebaut werden. Vor allem Touristen sollen davon profitieren.
Die Ziegelei in Klein Kölzig soll zu einem Begegnungzentrum ausgebaut werden. Vor allem Touristen sollen davon profitieren. FOTO: Angela Hanschke
Neiße-Malxetal. Im kürzlich verabschiedeten Haushalt für das Jahr 2019 der Gemeinde Neiße-Malxetal sind größere Summen für den Umbau von Begegnungs- und Innovationszentren eingeplant. Damit soll der Tourismus in der Region angekurbelt werden.

(sh) Straßenbau, Tourismus, Kita – die Gemeinde Neiße-Malxetal hat in ihrem kürzlich verabschiedeten Haushalt für das Jahr 2019 klare Prioritäten gesetzt. Die großen Summen, die investiert werden, dienen dabei vor allem der touristischen Erschließung der Region.

So soll die Alte Ziegelei in Klein Kölzig zum Besucherzentrum ausgebaut werden. 75 Prozent der Gesamtkosten in Höhe von 862 000 Euro werden dabei gefördert. Der Um- und Ausbau für Veranstaltungen verschlingt den Löwenanteil, außerdem ist Geld für den technischen Ausbau, einen Flucht- und Rettungsweg und einen Fahrstuhl eingeplant. Der Umbau zielt darauf ab, einen weiteren Anlaufpunkt im Geopark Muskauer Faltenbogen zu gestalten, an dem Besucher und Einheimische zukünftig geologische und geschichtliche Besonderheiten erleben und nachspüren können.

Ebenfalls mit 75 Prozent gefördert wird der Um- und Ausbau des ehemaligen Gutshauses Jerischke als ortsbildprägendes Gebäude in ein Innovationszentrum. In diesem Jahr sind im Haushalt dafür 55 000 Euro (inklusive Förderung) eingestellt, im nächsten Jahr dann sogar 386 000 Euro.

Der vor wenigen Tagen wiedergewählte Bürgermeister Eberhard Müller freut sich zudem darüber, dass auch in den Hort Rappelkiste investiert wird. Außerdem sollen die Trauerhallen in Groß Kölzig und Jerischke eine Überdachung erhalten.

Dringend notwendig sind laut Müller zudem Investitionen in den Straßenbau. Der Zustand einiger Verbindungen sei katastrophal. „Das Thema wird uns deshalb auch noch die nächsten Jahre beschäftigen.“ Dabei sei es wichtig, sich mit den Energieversorger und der Telekom abzustimmen. Müller: „Es macht wenig Sinn, wenn wir die Straße neu machen und kurze Zeit später müssen wir sie wieder aufreißen, weil dann die Leitungen in die Erde gebracht werden sollen.“

Verschoben werden mussten zwei Projekte, die im nächsten Jahr ganz oben auf der Prioritätenliste stehen sollen: In Klein Kölzig soll es einen Begegnungspavillon vor der Feuerwehr geben. In Preschen ist ein neuer Spielplatz geplant.