Neben dem Obi-Baumarkt in der Umgehungsstraße soll ein neuer Lebensmittel-Discounter gebaut werden. Den dafür notwendigen Aufstellungsbeschluss als Voraussetzung für einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan hat die Stadtverordnetenversammlung kürzlich einstimmig bestätigt.

In der Beschlussvorlage steht dazu: „Um den Standort des Obi-Baumarktes zu stärken und vor dem Hintergrund, dass der Ortsbereich Noßdorf schon seit Jahren keine Versorgung über einen Discounter aufzuweisen hat, hat der neue Eigentümer die Absicht, einen Discountermarkt/ Lebensmittelmarkt mit einer Verkaufsfläche von knapp über 1200 Quadratmetern zu errichten.“

Zu dem Hintergrund dieser Entscheidung gehört auch, dass im ehemalige Rewe-Markt am Kreisel in der Spremberger Straße 98, der einem anderen Eigentümer gehört, dauerhaft kein neuer Discounter mehr eröffnen wird.

Zweckbestimmung für Investor geändert

„Bisher war für Fläche am Obi im Bereich Umgehungsstraße und Kastanienallee die Zweckbestimmung für einen Bau- und Heimwerkermarkt festgeschrieben“, erklärt Heike Korittke, Verwaltungsvorstand für Stadtentwicklung und Bauen. Jetzt ist die Zweckbestimmung um Lebensmittel erweitert worden, so dass der Investor einen entsprechenden vorhabenbezogenen Bebauungsplan einreichen kann. Das Ganze ist in Abstimmung mit dem Einzelhandelskonzept der Stadt erfolgt, um keine unangemessene Konkurrenzsituationen zu anderen Einzelhandelsstandorten entstehen zu lassen. Ein großer Schuhladen dürfte sich daher beispielsweise nicht auf der Fläche neben dem Obi ansiedeln.

Laut einer von der Gesellschaft für Markt und Absatzforschung mbH (GMA) erstellten Analyse, die den Stadt vorliegt, schließt der geplante Lebensmittelmarkt eine Nahversorgungslücke im südlichen Stadtgebiet von Forst. Im nahen Einzugsgebiet des künftigen Lebensmitteldiscounters leben rund 3000 Menschen. Vor allem für die Einwohner aus Noßdorf / Eigene Scholle sind die nächsten Nahversorgungsmöglichkeiten zum Teil über zwei Kilometer entfernt.

Zur exakten Zeitschiene kann Heike Koritte noch nichts sagten, da es sich um ein privates Vorhaben handel. Sie geht aber davon aus, dass das Verfahren für den Bebauungsplan in Kürze beginnt und dann einige Monate dauern wird, bevor der erste Spatenstich erfolgt.

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