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| 02:48 Uhr

Nachwuchs hat Spaß beim Fischfang an Gewässern in der Region

Erikson (16) und Simon (15) lernen bei Hartmut Sterz und Christian Klar in der Angel-AG an der Gutenberg Oberschule sehr viel über das Angeln.
Erikson (16) und Simon (15) lernen bei Hartmut Sterz und Christian Klar in der Angel-AG an der Gutenberg Oberschule sehr viel über das Angeln. FOTO: KAV Forst
Forst. Der Kreisanglerverband Forst hat im vergangenen Jahr sein 25-jähriges Jubiläum gefeiert. Aktuell zählt der Verband 706 Mitglieder – darunter befinden sich genau 113 Kinder und Jugendliche. Der Verband legt großen Wert auf die Nachwuchsarbeit. Und die Jugend zeigt offenbar verstärkt Interesse. Anja Guhlan/ang1

Ernest Hemingway bezeichnete einst den Fisch als interessantestes Geschöpf der Zoologie. Auch die Jugend in und um die Stadt Forst hat offenbar den Fisch für sich entdeckt. Immerhin verzeichnet der Kreisanglerverband Forst genau 113 Kinder und Jugendliche, die sich auf insgesamt elf Angelvereine verteilen.

Auch Simon (15) und Erikson (16) hat das Angelfieber gepackt. Sie nehmen jeden zweiten Mittwoch an der Arbeitsgemeinschaft Angeln an der Gutenberg Oberschule in Forst teil. Dort lernen sie theoretische Grundkenntnisse wie Fisch- oder Knotenkunde und erfahren gesetzliche Regelungen wie Mindestmaße oder Schonzeiten. Im praktischen Teil gehen sie gemeinsam Angeln.

"Die Angel-AG an der Schule ist nur ein Standbein unserer Nachwuchsarbeit", erklärt Hartmut Sterz. Der 68-Jährige aus Roggosen ist der Vorsitzende des Kreisanglerverbandes Forst. Er leitet zusammen mit dem ambitionierten Angler und Sozialarbeiter vom Forster Nix-Verein Christian Klar (29) die Arbeitsgemeinschaft und versucht Jugendlichen das Angeln als Hobby näher zu bringen. "Wir haben einen festen Stamm an jungen Anglern. Ab dem achten Lebensjahr können wir sie im Verein aufnehmen, mit 14 können sie dann die Prüfung für den Fischereischein ablegen", erklärt Hartmut Sterz.

Neben der Angel-AG an der Oberschule finden im Kreisanglerverband regelmäßig gemeinsame Angelveranstaltungen für den Nachwuchs statt. Ob bei gemeinsamen Angelausflügen mit dem Friedfischangeln, dem Bootsangeln oder dem Nachtangeln - dem Nachwuchs wird stets etwas geboten. Geplant ist in diesem Jahr auch ein mehrtägiges Angel-Camp. "Ziel ist es, den Jugendlichen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung aufzuzeigen, sie an die Natur heranzuführen und ihnen die Hege und Pflege des Angelwesens beizubringen", sagt Hartmut Sterz.

Jeder Angelverein hat je nach seiner Satzung auch eine eigene Ausrichtung auf die Jugendarbeit. "Da lassen wir den Vereinen freie Hand", bemerkt Sterz. Zwar bedauert er, dass noch nicht jeder Angelverein einen eigenen Jugendwart hat, aber er kann auch die Hintergründe verstehen: "Jugendarbeit macht man nicht einfach nebenbei. Dafür braucht man vor allem Zeit und Geduld", so Sterz.

Der Jugendarbeit sieht Hartmut Sterz aber auch in Zukunft optimistisch entgegen: "Momentan läuft es hervorragend. Und das versuchen wir beizubehalten. Aber ohne Unterstützung vom Landesanglerverband, Schulen oder der Stadt Forst wäre manches einfach nicht möglich."