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| 17:37 Uhr

Forst
Nach Kellerbrand kein Telefon und Fernsehen

Rußspuren zeugen von dem Kellerbrand vor zwei Wochen in der Otto-Nagel-Straße.
Rußspuren zeugen von dem Kellerbrand vor zwei Wochen in der Otto-Nagel-Straße. FOTO: LR / Steffi Ludwig
Forst. Mieter in der Otto-Nagel-Straße beschweren sich über fehlendes Engagement des Vermieters. Dieser muss Gutachter abwarten.

Seit zwei Wochen sitze seine 80-jährige Mutter ohne Telefon und Fernsehen zu Hause, beschwert sich Jürgen Kesting am Reporter-Telefon. Auslöser sei vor zwei Wochen ein Kellerbrand im Mietshaus der Mutter in der Otto-Nagel-Straße gewesen. Der Keller befindet sich direkt unter ihrer Wohnung. Passiert sei ihr nichts. Problematisch sei jedoch, dass seine Mutter Herzprobleme habe und im Ernstfall ohne Telefon niemanden anrufen könne. Eine Nachfrage seinerseits bei der Telekom habe ergeben, dass das Sache des Vermieters sei, so Kesting. Doch von dessen Seite sei noch nichts passiert. „Das kann nicht sein, dass der Vermieter die Menschen sitzen lässt“, kritisiert Jürgen Kesting.

Wie Jörg Bartelmann, Mitarbeiter der Verwaltung des Vermieters, auf Nachfrage bestätigt, wurde bisher noch nichts hinsichtlich Telefon und Fernsehen unternommen. Grund sei, dass bis Ende vergangener Woche der Keller durch die Polizei versiegelt gewesen sei, da die Kriminalpolizei am Tatort ermittelt habe. Erst danach sei der Keller freigegeben worden. Nun sei jedoch die Versicherung mit einem Gutachter im Haus unterwegs, um die Schäden aufzunehmen. „Erst danach haben wir grünes Licht, um weitere Maßnahmen zu ergreifen“, sagt Jörg Bartelmann. Er warte in diesen Tagen auf die Rückmeldung des Gutachters der Versicherung und werde sich danach umgehend darum kümmern, dass alle notwendigen Reparaturarbeiten durchgeführt werden. Jürgen Kesting hofft, dass dies bald geschieht. Provisorisch habe ein Nachbar am Mittwoch Kabel gezogen, damit seine Mutter auf diese Art fernsehen könne.

Im Übrigen, so der Wohnungsverwalter, habe die Polizei festgestellt, dass es sich bei dem Kellerbrand um schwere Brandstiftung gehandelt hat, so Bartelmann. „Deshalb können wir im Grunde froh sein, dass das Feuer nicht auf die Wohnungen übergegriffen hat und Menschen zu Schaden gekommen sind.“

Bei Anruf: Reporter 4c
Bei Anruf: Reporter 4c FOTO: LR / Janetzko, Katrin
(slu)