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Nach Grenzöffnungen steigt Krininalität erstmals wieder

Forst/Cottbus. Keine erfreuliche Nachricht, mit der die Polizeidirektorin der Polizeiinspektion Cottbus/Spree-Neiße, Bettina Groß, zu den Kreistagsabgeordneten kam: Die Kriminalität in Spree-Neiße habe sich seit 2007 erstmals wieder erhöht, sagte Groß im jüngsten Kreistag. "Nach der Grenzöffnung zu unserem Nachbarland Polen sind die begangenen Straftaten nur 2007 angestiegen", berichtete Groß. ckx

In den Folgejahren bis 2012 haben sie konstant abgenommen. "Leider müssen wir konstatieren, dass sie 2013 gestiegen sind."

Was während des Kreistages noch nicht mit Zahlen untermauert werden konnte, wird nach der Veröffentlichung der brandenburgischen Kriminalitätsstatistik traurige Gewissheit: "Für 2013 haben wir 8776 Fälle registriert", erklärt Groß gegenüber der RUNDSCHAU. Damit sind die Straftaten um mehr als 1200 Fälle gestiegen.

Groß sieht als Ursachen dafür zwei Gründe: "Zum einen haben wir es in zunehmendem Maße mit organisierten Strukturen zu tun und zum anderen ist die Zahl der Beschaffungskriminalität im Landkreis enorm gestiegen." Gegenwärtig werde deshalb die Ermittlung mit der Staatsanwaltschaft intensiviert.