Seit der Wende, also inzwischen seit mehr als 30 Jahren, organisiert der Forster Hubert Starzonek Fahrten nach Schlesien. Dort liegen seine familiären Wurzeln. Genauso wie von vielen anderen, die 1945 Flüchtlinge waren und sich später in der Glogauer Heimatgruppe Forst zusammengefunden haben. Gemeinsam ging es in der Nachwendezeit mehrmals im Jahr, inzwischen aber wenigstens einmal jährlich nach Schlesien. Und so war die diesjährige Tour für den Mai organisiert, Busse und Hotels bereits gebucht – bis dann Corona kam und die Reisepläne abrupt zunichte machte.

Forster planen Schlesien-Fahrt für September

„Wir konnten Busse und Unterkunft stornieren“, verrät Hubert Starzonek. Finanzielle Schäden gab es nicht. Und so wie es jetzt aussieht, wird es eine Fahrt in diesem Jahr auch wieder geben.
Am 11. September soll es ab Cottbus/Forst losgehen. „Bevor wir in Glogau Rast machen, stärken wir uns mit einem deftigen Frühstück in der Schule 20 Kilometer vor Glogau“, verrät der Reiseleiter. Nach der Besichtigung in Glogau geht es mit dem Bus über Beuthen nach Neusalz, wo eine Übernachtung geplant ist. Am nächsten Tag führt die Tour über Saabor, Züllichau, Klemzig und Trebschen zurück zum Hotel nach Neusalz. Der Sonntag, 13. September, soll die Reisegruppe dann über Zagan und Brody nach Cottbus zurückführen.

Forster ist Strecke nach Schlesien bereits abgefahren

Doch ist diese Tour wegen Corona überhaupt möglich? Hubert Starzonek ist optimistisch. „Der Bus ist gebucht und ich bin die Strecke dieser Tage schon einmal abgefahren“, berichtet er. Die Hotel aus polnischer Seite haben geöffnet und freuen sich auf die deutschen Gäste. Das Interesse ist allerdings derzeit noch gebremst. Sei er sonst immer mit mindestens 40 Leuten unterwegs gewesen, hätten sich bis heute gerade mal 20 für die Fahrt angemeldet.
Die Interessenten kommen dabei aber aus ganz Deutschland. „Wir haben Mitreisende aus Hamburg oder Stuttgart“, verrät Hubert Starzonek. Für ihn ein Beleg dafür, wie viel den Mitgliedern der Heimatgruppe diese Touren bedeuten.
Etwas ist dann aber doch ein wenig anders in diesem Jahr, verrät der Forster. So hätten die Hotels auf polnischer Seite gern Vorkasse der Gäste aus dem Nachbarland gesehen. Doch darauf wollte sich Hubert Starzonek angesichts der immer noch vorhanden Unsicherheit nicht einlassen. So verständigte man sich darauf, dass bezahlt wird wie immer.