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| 13:58 Uhr

Forst
Mystische Fotografien beleben leeres Schaufenster

Hobbyfotograf Hubert Schmidt stellt sein Infrarotfotos im leeren Ladengeschäft in der Cottbuser Straße in Forst aus. Stadtteilmanagerin Kathleen Hubrich unterstützt ihn bei der Vorbereitung.
Hobbyfotograf Hubert Schmidt stellt sein Infrarotfotos im leeren Ladengeschäft in der Cottbuser Straße in Forst aus. Stadtteilmanagerin Kathleen Hubrich unterstützt ihn bei der Vorbereitung. FOTO: LR / Katrin Kunipatz
Forst. Der Forster Hubert Schmidt ergreift Initiative, die Stadtteilmanagerin freut sich. Finanzielle Unterstützung gibt es über Fördermittel. Von Katrin Kunipatz

Wer die Fotografien von Hubert Schmidt betrachtet, schaut mehrmals hin. Die Motive – der Forster Wasserturm oder der Kaskadenbrunnen im Rosengarten – wirken irgendwie fremd. Leuchtend weiß erstrahlen die Blätter der Bäume, während Himmel und Wasser dunkel bleiben. „Ein Infrarotfilter vor der Kameralinse ist das Geheimnis“, verrät der Hobbyfotograf.

Der 67-Jährige fotografiert schon seit seiner Schulzeit. Die Infrarotfotografie entdeckte er vor sechs Jahren für sich. Inspiriert haben ihn die Aufnahmen seines Sohnes. Dieser hatte mit speziellem Filmmaterial Infrarotaufnahmen gemacht, die das Wohnzimmer der Familie Schmidt seit vielen Jahren zieren. Dank der digitalen Technik sei es heute unkomplizierter. „Es reicht ein Filter, der nur die roten Lichtanteile durchlässt“, erklärt Hubert Schmidt. Für die Aufnahmen braucht er außerdem ein Stativ und einen möglichst windstillen Tag, weil die Belichtungszeiten länger als normal sind. Das Ergebnis kann jeder im Schaufenster in der Berliner Straße 14 ansehen.

Die Zwischennutzung des leeren Geschäfts organisiert Stadtteilmanagerin Kathleen Hubrich. In Absprache mit der Forster Wohnungsbaugesellschaft wurden auch andere Schaufenster von Vereinen und Initiativen belebt. Im Fall von Hubert Schmidt vermittelte Manfred Gebhardt von den Forster Malfreunden den Kontakt zu Kathleen Hubrich. „Die Menschen kommen nun schon selbst“, freut sich Hubrich.

Finanziell unterstützt wird die Leerstandsbelebung durch das Förderprogramm „Soziale Stadt“. Wie Angelika Geisler als Leiterin des Bereichs Stadtentwicklung erläutert, wurden im Rahmen dieses Programm seit Oktober 2013 insgesamt 9600 Euro für 47 Projekte an Vereine, Privatpersonen, Unternehmen, Kirchen und soziale Einrichtungen ausgegeben. Andere Beispiele sind die Landesmeisterschaft für Gebrauchshunde, die Volleympics oder die Wunschbaumaktion. Maximal 250 Euro kann ein Antragsteller erhalten. Ein Gremium entscheide, wie die 2500 Euro jedes Jahr verwendet werden, so Geisler. Die nächste Sitzung findet im September statt. Weitere Anträge seien noch möglich.