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| 14:25 Uhr

Kulturveranstaltung
Musikalisches Fest statt Gaudium

 Gaukler und Zauberer sollen zum Johannes-Fest für Stimmung sorgen, so die Veranstalter.
Gaukler und Zauberer sollen zum Johannes-Fest für Stimmung sorgen, so die Veranstalter. FOTO: Margit Jahn
Forst. Das Johannes-Fest am 22. Juni am Forster „Manitu“ wird kleiner als der Vorgänger. Von Steffi Ludwig

Fünf Jahre lang galt es in Forst als das östlichste Historienspektakel Deutschlands, das Mittelalterfest Johannes Gaudium rund um die Erlebnisgaststätte „Manitu“. Doch Ende 2018 tauchten Meldungen auf, es werde das Gaudium so nicht mehr geben. Zu aufwendig und langfristig sei die Organisation für das kleine Team vom Kulturverein Manitu, das zudem durch Krankheitsausfälle dezimiert war. Deshalb wurde eine kleinere Veranstaltung entwickelt, das Johannes-Fest. Dieses findet nun am 22. Juni statt.

„Wir hatten festgestellt, dass es in dieser Größenordnung wie bisher nicht mehr geht. Aber ehe das Fest ganz ausgefallen wäre, gibt es nun eine Abendveranstaltung – ein schönes Fest, das familiär und gemütlich wird“, berichtet „Manitu“-Wirt und Kulturvereinsmitglied Frank Pfitzmann. Denn die Abendveranstaltung beim Johannes Gaudium hatte auch oft die meisten Besucher angezogen. Gaukler, Zauberer, ein buntes Programm mit viel Musik – das sollen die Zutaten für den Abend sein.

Auch der Ort ist mit dem Platz am „Manitu“ derselbe, ebenso die Bühne. Los geht es laut Frank Pfitzmann um 17 Uhr. Im Met-Zelt werde es verschiedene Sorten Met und Weine zum Verkosten geben, kündigt er an. „Viele Feuer und Fackeln werden das Gelände in stimmungsvolles Licht tauchen“, so Pfitzmann. Es werde einen großen Konzertabend mit „Tagasunna“, den Spielleuten der neun Welten sowie der Mittelalterrockband „Cradem Aventure“ geben, gespickt mit feurigen Unterbrechungen. Auch Mr. Kerosin mit Zauberei und Gaukelei werde auftreten. Für alle Unermüdlichen werde in den frühen Morgenstunden noch Mittelalter-Gothic-Musik aus der Konserve gespielt.

Ein Markttreiben mit mittelalterlichen Händlern wie beim Gaudium werde es nicht geben. Für die Händler sei es in den vergangenen Jahren immer schwerer geworden, die Leute hätten wenig gekauft, so Pfitzmann.

„Wir werden sehen, wie das Johannes-Fest laufen wird“, sagt der „Manitu“-Wirt. Davon leite sich dann ab, ob das Fest eventuell ausgebaut werde oder weitere Ideen entwickelt würden.

Die Forster Mittelalterfreunde haben unterdessen jüngst mit dem „Biebersteiner Gefolge“ eine neue Lagergemeinschaft gegründet (die RUNDSCHAU berichtete), die sich auf dem Dablewitzer Hof (Deulowitz) getroffen hatte. Ein zweites Lager auf dem Gelände des Schlosses Brody vom 14. bis 16. Juni soll folgen. Auch die Gewandungstreffen in der Niederlausitz des Hauses Bieberstein, der Lehensverwalter, Vasallen und Freunde finden weiter einmal monatlich statt – entweder im Wappensaal am Forster Kegeldamm oder unter freiem Himmel an wechselnden Orten. Mehr als 20 dieser Treffen, bei denen Interessenten in mittelalterlicher Kleidung erscheinen und auch mittelalterlich gegessen wird, wurden inzwischen veranstaltet.

 Feuer und Fackeln sollen das Gelände am Forster Manitu in stimmungsvolles Licht tauchen.
Feuer und Fackeln sollen das Gelände am Forster Manitu in stimmungsvolles Licht tauchen. FOTO: Margit Jahn
 Feuer und Fackeln sollen das Gelände am Forster Manitu in stimmungsvolles Licht tauchen.
Feuer und Fackeln sollen das Gelände am Forster Manitu in stimmungsvolles Licht tauchen. FOTO: Margit Jahn
 Gaukler und Zauberer sollen zum Johannes-Fest für Stimmung sorgen, so die Veranstalter.
Gaukler und Zauberer sollen zum Johannes-Fest für Stimmung sorgen, so die Veranstalter. FOTO: Margit Jahn