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Museen laden zum Entdecken ein

Auch der Mühlenverein Hornow freut sich auf Besucher.
Auch der Mühlenverein Hornow freut sich auf Besucher. FOTO: Steffi Ludwig
Die Museumsnacht in Spree-Neiße lockt mit vielen Angeboten. Drehen werden sich Spinnrad, Mühlrad, Filmrolle, Dreschmaschine, Filzhut und Feldbahn.

Niederlausitzer Heidemuseum Spremberg: Wie kommt der Honig in das Glas? Antworten auf diese Frage bietet eine ständige Ausstellung zur Lebensweise der Honigbienen und der Tätigkeit des Imkers im museumseigenen Bienenwanderwagen in der bäuerlichen Hofanlage des Schlosses, die am Samstagnachmittag eröffnet wird. Ab 14 Uhr werden mit Unterstützung des Spremberger Imkervereins Vorführungen und Einblicke in die Honigherstellung sowie Ratschlägen beim Umgang und der Verwendung des Honigs gegeben. Bei Kaffee und Kuchen - natürlich Bienenstich - können Besucher den Nachmittag ausklingen lassen. Für die kleinen Gäste hält der museumspädagogische Bereich Basteleien rund um das Leben der Biene parat. Auch die Sonderausstellung "Auf Schienen durch die Lausitz - 150 Jahre Eisenbahn in Spremberg" kann besucht werden.

14 bis 20 Uhr; Eintritt frei.

Noßdorfer Wassermühle: Zimmermann, Glaser, Steinmetz, Holzschnitzer und Filzerin zeigen ihr Können. Der Mühlenbackofen ist angeheizt. Die Meisterschaft im Mühlensack-Gewichtheben, Puppentheater, Streichelzoo, Pilzberatung und Musik locken. Auf der Malxe können Besucher paddeln und im "Minimühlenspreewald" picknicken. Kinder, die einen Drachen mitbringen, können ihn auf der Wiese fliegen lassen.

15 bis 22 Uhr; Eintritt: ein Euro, Kinder 50 Cent, frei für Besucher mit Behinderungen.

Dorfmuseum Sacro: KulturKirche und Förderverein bieten die Sonderausstellung "Illustrationen über die Ära Luther". Martin Luther, Katharina von Bora und sieben Herzöge eröffnen die Museumsnacht. Nach einem Umzug durchs Dorf lädt Luther die Herzöge zum Festempfang ein. Fürs Volk gibt's eine Speisung mit einem bäuerlichen Gericht.

15 bis 22 Uhr; Eintritt frei.

Brandenburgisches Textilmuseum Forst: Wie Ulbricht den Webautomaten nach Forst brachte und andere Textil-Filme. Gezeigt werden Filme aus DDR-Zeiten über die Textilindustrie und die Stadt Forst. Dazu gehört der legendäre Besuch Walter Ulbrichts im Februar 1961 in den Forster Feintuchwerken, bei dem er vor laufender Kamera die zu langsamen Webstühle kritisierte, und ein Film über die 700-Jahrfeier 1965. Ein Prisma-Fernsehbeitrag deckte auf, dass die Re-Privatisierung der Betriebe ab 1990 nicht ohne Tücken verlief.

14.30 bis 18 Uhr; Eintritt: fünf Euro (Karten nur im Vorverkauf)

Archiv verschwundener Orte Horno: Der sorbische Schriftsteller Jurij Koch liest aus seinem Buch "Windrad auf dem Dach". Mit kritischem Blick und Augenzwinkern erläutert er eine Fülle von aufregenden Ereignissen und beschreibt eine Vielzahl von Personen vor dem Hintergrund der jüngeren deutsch-sorbischen Geschichte. Das Archiv verschwundener Orte präsentiert die Geschichte jener 136 Orte der Lausitz, die ganz oder teilweise den Tagebauen weichen mussten.

15 bis 18 Uhr; Buchlesung 18 Uhr; Eintritt frei.

Kirchliches Informations- und Begegnungszentrum Horno: An die Auswirkungen des Braunkohlebergbaus auf Kirchen und Kirchengemeinden erinnern detaillierte Holzmodelle aller 27 in der Lausitz abgebaggerten Gotteshäuser. Neben ausgewählten Ausstellungsobjekten dokumentieren Film-, Foto- und Lesestationen Hintergründe zu den Devastierungsvorgängen. Zeitzeugeninterviews informieren zu den problematischen Auswirkungen auf das kirchliche Leben der Orte.

15 bis 18 Uhr; Buchlesung 18 Uhr; Eintritt frei.

Freilichtmuseum "Zeitsprung" Klinge: Wildkräuter finden sich überall. Doch wer kennt die Heil- und Wildkräuter der Umgebung heute noch beim Namen, kann sie erkennen und weiß sie zu verwenden? Auf einer Kräuterwanderung ist zu erfahren, welche kulinarischen Köstlichkeiten in der Natur zu finden sind. In der Hexenküche werden in einem Kochkurs Gerichte zubereitet.

18 bis 24 Uhr; Eintritt frei.

Niederlausitzer Sorbisches Dorfmuseum Bloischdorf: Eine besondere Puppentheatervorstellung für Kleine und Große wird dargeboten. Wer die Aufführung nicht miterleben konnte, kann dies bei einem kleinen Film nachholen. In einer Ausstellung über die Entwicklung des Marionettentheaters erfährt der Gast viel über die Geschichte der Marionetten. Bäuerliche Gerichte runden das Angebot ab.

17 bis 22 Uhr; freier Eintritt für die Ausstellung.

Evangelische Kirche Hornow: Mit den Klängen von Posaune, Tuba und Trompeten werden die Gäste von den "Lustigen Musikanten" aus Bohsdorf musikalisch verwöhnt. Vorher können sich Gäste bei einer Führung den Kirchgarten mit der alten Gruft und der 800-jährigen Eiche anschauen. Geschichte und Geschichten begegnen dem Besucher in der Turmstube und im Crüger-Raum. In der Kirche beeindrucken die Chorfenster.

17 bis 21 Uhr; Konzert ab 18.30 Uhr Konzert; Eintritt frei.

Mühlenverein Hornow: In der 230 Jahre alten Mühle können Besucher den Weg des Korns bis zum Mehl verfolgen und sich über die Geschichte der Mühle von der Windkraft zum Elektromotor informieren. Bei Kerzenschein sind Geschichten rund um die Mühle und das Müllerhandwerk zu hören.

17 bis 21 Uhr; Eintritt frei.

"Alte Ziegelei" Klein Kölzig: Anschaulich wird Besuchern die Verarbeitung von Ton zu Ziegeln und Keramik am und im vollständig erhaltenen Ringbrandofen erläutert. Auf drei Ebenen wird von der Nutzung des Ziegeleigebäudes erzählt. Fahrspaß mit der Feldbahn ist auf dem Rundkurs im nahe gelegenen Wald zu erleben. Weiterhin erwarten den Besucher eine Ausstellung geologischer Funde aus den umliegenden Tagebauen, die erweiterte Heimatstube in der "Alten Ziegelei" sowie eine Filmvorstellung aus "Willis Rumpelkammer".

18 bis 24 Uhr; Führungen 18.30 und 21.30 Uhr; Filmvorführung 20 und 22.30 Uhr; Eintritt individuell als Spende für den Verein bzw. für Fahrt mit der Feldbahn.

Ostereiermuseum und Erlebnishof Sabrodt: Der Film "Wenn Jan und Lenka Hochzeit machen" gibt Einblicke in die historischen Hochzeitstraditionen der sorbischen Bevölkerung rund um Hoyerswerda. Im Museumsfundus beeindrucken neben historischen Trachtenteilen besonders die Sammlung an Textilkalendern und die Eulen-Ausstellung des ehemaligen Spremberger Bürgermeisters Egon Wochatz. Für Kinder gibt es Spiele rund ums Ei und Angebote zum Basteln.

17 bis 21 Uhr; Eintritt: 3,50 Euro, Kinder 2,50 Euro.

Archäotechnisches Zentrum Welzow: Eingeladen wird zur Spurensuche auf der Grabungsfläche. Dabei können kleine wie große Besucher selbst tätig werden und erfahren, wie Archäologen zu ihren Erkenntnissen über die Vergangenheit gelangen. Welche Spuren entdeckt man in einem germanischen Grab? Dies ist bei einer Führung mit dem Archäologen Dr. Hans Joachim Behnke erfahren. Er schlägt dabei die Seiten der Frühgeschichte auf und gibt anhand der freigelegten Funde einen Einblick in die Vorzeit der Lausitz.

16 bis 21 Uhr; Führungen 17 und 19 Uhr; Eintritt: Mitmach-Aktion frei, Ausstellung regulärer Eintritt plus 2,50 Euro für die Führung.

Heimatstube im "Keller-Museum" des Welzower City-Hotels: Nur knapp 35 Jahre konnte die Lutherkirche in Welzow genutzt werden. Nach ihrer Zerstörung 1942 existierte sie noch ein Vierteljahrhundert als Ruine. Fotos und Schriftdokumente sowie künstlerische Darstellungen zeigen den Werdegang dieses ehemals bedeutenden Baudenkmals. Herausragend waren die Verdienste ihres ersten Pfarrers, Walter Hanschkatz, der im Dritten Reich von den Nazis verfolgt wurde. Zeitgleich kann die Ausstellung im "Keller-Museum" des City-Hotels besichtigt werden. Um 20 Uhr findet ein Museumsball statt.

14 bis 22 Uhr; Eintritt frei.

Alte Mühle Proschim: Der Mühlenverein setzt die alte Dreschmaschine in Gang und lädt zum Schaudreschen ein. Besucher können die Sammlung historischer Land- und Agrartechnik, bäuerlichen Mobiliars und häuslicher Gerätschaften erkunden und sich zwischendurch bei einem kleinen Imbiss und frisch gebackenem Brot stärken.

19 bis 22 Uhr; Eintritt frei.

Stadt- und Industriemuseum Guben: Deutsche und polnische Jugendliche gestalten bei einem Graffiti-Wettbewerb zu einem geschichtlichen Thema mobile Ausstellungsstücke gestalten, die in einer speziellen Sonderausstellung im Stadt- und Industriemuseum präsentiert werden. Kurze Geschichten in deutscher und polnischer Sprache verzaubern die kleinen Zuhörer. In Filmvorführungen können sich die Besucher zur Hutherstellung informieren. Wer will, kann vielfältige Hutmodelle ausprobieren. Den Abschluss des Abends bildet eine mittelalterliche Feuershow auf der Festwiese vor dem Rathaus.

16 bis 22 Uhr; Leseangebot für die Jüngsten 16.30/17/17.30 Uhr; Feuershow 21.45 Uhr; Eintritt frei.

Verein Gubener Tuche und Chemiefasern (Gasstraße 4): Neben einer Reihe wiederentdeckter Zeitzeugnisse wird in Filmen die Geschichte der Tuchherstellung und des Chemiefaserwerkes neu entdeckt. Daneben werden selbstverständlich auch die Pforten zu den Dauerausstellungen geöffnet sein.

11 bis 21 Uhr; Eintritt: zwei, ermäßigt 1,50 Euro.