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| 15:37 Uhr

Bomben auf dem Acker
Müll und Munition in Schwarzer Grube

Schon in 50 Zentimeter Tiefe waren während der Kartoffelernte Mengen an Munitionsstücken und intakte Granaten gefunden worden.
Schon in 50 Zentimeter Tiefe waren während der Kartoffelernte Mengen an Munitionsstücken und intakte Granaten gefunden worden. FOTO: LR / Katrin Kunipatz
Keune/Forst. Für die Bergung muss im Frühjahr das Grundwasser in diesem Bereich abgesenkt werden. Von Katrin Kunipatz

Die Kampfmittelberäumung auf dem Feld am Sandberg in Keune läuft. Noch in dieser Woche könnten die 3500 georteten Gegenstände geborgen sein, teilt Enrico Schnick vom Kampfmittelbeseitigungsdienst auf RUNDSCHAU-Nachfrage mit. Übrig bleibt eine Fläche, auf der eine große Konzentration von Störpunkten festgestellt wurde.

Bürgermeisterin Simone Taubenek erläutert, dass es sich bei der sogenannten Schwarze Grube um ein ehemaliges kleines Gewässer handle. In den Jahren nach 1945 wurden dort Munition und Hausmüll eingeworfen. Um das Durcheinander bergen zu können, müsse das Grundwasser bis drei Meter Tiefe, in einem Bereich mit 30 Meter Durchmesser abgesenkt werden. Die in Keune tätige Munitionsbergefirma erwartet rund 1500 Kubikmeter Aushub, der nach Munition, Munitionsresten und Hausmüll getrennt wird. Röhll setze etwa 20 Arbeitstage für die Beräumung der Schwarzen Grube an. Da in den nächsten Wochen mit Frost zu rechnen sei, der die Pumpen beschädigen würde, werden die Arbeiten erst im Frühjahr durchgeführt.

Seit November arbeitet die Munitionsbergefirma Röhll auf dem Feld bei Keune. Die Männer holen Metallobjekte aus dem Boden, die bei einer Befahrung mittels GPS-Ortung festgestellt wurden. Zum großen Teil handelt es sich um Granaten und Munitionsschrott aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs.