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| 14:08 Uhr

Vorgestellt
Mädchenträume werden wahr

 Ihr Forster Atelier ist dekoriert mit vielen bunten Accessoires: Modedesignerin Valena Fürstenberg mag den Retro-Stil. Für Fernsehmoderatorin Enie van de Mei­klokjes (vorn rechts auf dem gerahmten Bild), mit der sie befreundet ist, hat sie schon viele  Kleider entworfen.
Ihr Forster Atelier ist dekoriert mit vielen bunten Accessoires: Modedesignerin Valena Fürstenberg mag den Retro-Stil. Für Fernsehmoderatorin Enie van de Mei­klokjes (vorn rechts auf dem gerahmten Bild), mit der sie befreundet ist, hat sie schon viele  Kleider entworfen. FOTO: LR / Steffi Ludwig
Forst. Warum Modedesignerin Valena Fürstenberg mit dem Label Pony Maedchen in Forst residiert. Von Steffi Ludwig

Fernsehmoderatorin Enie van de Meiklokjes gehört zu ihren Lieblingskundinnen. Auch für die Moderatorinnen Kamilla Senjo oder Simone Panteleit hat Valena Fürstenberg bereits Kleider entworfen und ebenso für Rammstein oder die Leningrad Cowboys gearbeitet. Ihr Label Pony Maedchen, das sie 2007 in Berlin gründete, wurde mit den speziell entworfenen Uniformkleidern schnell ein Erfolg, und das weltweit.

Seit reichlich drei Jahren residiert Valena Fürstenberg mit ihrem Label in Forst. Aus dem quirligen Berlin-Treptow war sie mit Sack und Pack in die beschauliche Rosenstadt gezogen. Der Grund dafür war wie so oft die Liebe. Im Bautzener Kornmarkt-Center habe sie einen Pop-up-Store, einen vorübergehenden Verkaufsstand, gehabt und war dort auf ihren  Mann Fred Kossick aus Forst getroffen.

„Und dann ging alles ganz schnell, nach drei Monaten haben wir geheiratet – und ich wollte keine Fernbeziehung“, berichtet sie schmunzelnd, während sie ihre zwei Räume zeigt, die ihr Mann ihr in seinem Bäderstudio eingerichtet hat. Sie scheinen in eine andere Zeit zu versetzen: die Wände rosa, und zwischen ihren Kleidern, Stoffballen und Schnittmustern tummeln sich viele Accessoires von alten Bilderrahmen bis hin zu Dekoartikeln.

„Seit ich denken kann, faszinieren mich die alten Zeiten. Die Mode, die Musik, die alten Autos der 30er- bis 60er-Jahre – das lebe und liebe ich aus vollstem Herzen, privat und beruflich“, sagt die 40-Jährige. Die Blumen im Haar trage sie auch sonst. „Ich bin einfach so.“ Und so ist auch die Mode, die sie herstellt: angelehnt an die 40er- bis 60er-Jahre im Retro-Stil. Es sind ihre und die Mädchenträume ihrer Kundinnen, die sie damit wahr macht. „Ich liebe es, die Weiblichkeit der Frauen mit meinen Kleidern in Szene zu setzen.“ Mit Sabine Herrmann habe sie in Forst eine Schneiderin gefunden, die ihre Entwürfe in schöne Kleider verwandele. Denn sie würde das Nähen nicht schaffen, habe mit den Entwürfen genug zu tun. Obwohl kein Schild von außen auf ihr Atelier hinweist, finden sie jedoch die Kunden. Die meisten sind Stammkunden, viele noch aus Berlin, die gern gleich mehrere Kleider bestellen.

Von Hause aus ist Valena Fürstenberg gelernte Schneiderin, Schnittdirectrice und hat zudem Wirtschaftskommunikation studiert. Ihre Laufbahn als Modedesignerin hatte die gebürtige Kielerin durch einen Zufall gestartet: Auf einer Berliner Modemesse hatte sie als Gegenleistung für ihre Dekorationsarbeiten einen Stand bekommen – und danach ihre erste Kollektion entworfen.

Von ihrem akkurat geschnittenen Pony ist der Name ihres Labels abgeleitet. Mit einem Pferd habe das nichts zu tun gehabt. Das ändert sich jedoch gerade: Valena Fürstenberg hat soeben ihre Ausbildung zur Reittherapeutin abgeschlossen.

Denn auch wenn ihr der Abschied aus dem weltoffenen Berlin schwer fiel, genießt sie die Vorzüge in der ländlichen Lausitz: „Die Ruhe, die wenigen Menschen, meine zwei Pferde“, zählt sie auf. Zwar vermisse sie die kulturellen Angebote, habe aber mit dem Liveclub Manitu einen Ort gefunden, der ihr sehr gefalle. Zu Wirt Frank Pfitzmann sei inzwischen eine Freundschaft entstanden – und so sei es auch zur Verabredung gekommen, dass sie im Januar im Manitu Platten auflege. „Das habe ich zu Studentenzeiten auch gemacht“, blickt sie zurück.

Auch Weihnachten wird Valena Fürstenberg ganz in Ruhe in Forst verbringen. Denn sie hat auch noch einen Umzug zu managen, zieht  privat mit ihrem Mann und den Pferden in die Nähe von Neuzelle. „Ich bin immer offen für Neues, lasse mich vom Leben überraschen“, bringt sie ihr Credo auf den Punkt.