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Klein Kölzig
Mit vier Jahren im Karnevalsfieber

Funke und Fünkchen: Alea und Corina Gränitz als „Kolleginnen“ im Klein Kölziger Karnevalsverein.
Funke und Fünkchen: Alea und Corina Gränitz als „Kolleginnen“ im Klein Kölziger Karnevalsverein. FOTO: Angela Hanschke
Klein Kölzig. In Klein Kölzig sorgt Familie Gränitz für Nachwuchs in der Funkengarde.

Funken sind in den meisten Fällen sehr jung. Wer die magische Altersgrenze von 30 Jahren überschritten hat und dennoch weiterhin charmant lächelnd mit wippendem kurzem Röck­chen übers Parkett wirbelt und in der Girl-Reihe sportlich die Beine nach oben wirft, wird bestaunt. Neben einer ordentlichen Portion Talent und Ausstrahlung ist auch zeitliche Flexibilität gefragt, um die unzähligen Proben – vor den Karnevalssitzungen zweimal wöchentlich – zu stemmen. Kein Wunder also, dass beim Klein Kölziger Karnevalsverein (KKK) der Präsident noch vor einigen Jahren ein Stoßgebet gen Himmel sendete: „Lass mir bitte keine von den Vieren schwanger werden!“

Dieses Quartett ist immer noch aktiv. Derzeit tanzen wieder zwölf Funken bei den im Jahr 1996 gegründeten Klein Kölziger Karnevalisten. Gardistin Sandra Tzschich­holz ist inzwischen Mutter geworden. Die 32-jährige Corina Gränitz legte jedoch bereits zweimal eine kurze Pause ein. Ein Vierteljahr nach der Geburt von Söhnchen Carlo (jetzt sechs Monate) nahm sie erneut das harte Training auf.

„Anfangs war das recht schwer“, bekennt die in Klein Kölzig aufgewachsene junge Frau. Seit ihrem 15. Lebensjahr tanzt sie in der Funkengarde – von Session zu Session mit immer größerer Ausdruckskraft. Am vergangenen Wochenende führte die begeisterte Karnevalistin die Funkenreihe an.

Direkt vor ihr marschierte erstaunlich souverän ihr vierjähriges Töchterchen Alea. Zum Schluss drückte sie ihre Funken-Mama. Auch die Narren im Saal waren gerührt. Dennoch: Ein echtes Fünkchen ist Alea noch nicht, denn die „Junge Mädchengarde“ – quasi die Kaderschmiede für die großen Funken – ist eine Arbeitsgemeinschaft der evangelischen Grundschule im Ort. Und bis zur Einschulung hat Alea noch etwas Zeit.

Ihr erstaunliches Talent hat Alea, die ab und an beim Training der Funken zuschaut, erstmals am 11.11. bei der Saisoneröffnung in Tschernitz offenbart. Dort tanzte sie selbstvergessen auf dem Parkett – nach dem Maite-Kelly-Hit „So ist das Leben!“.

(aha)