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Mit Springsteen im Wohnzimmer

Für eine ganz besondere Atmosphäre hat das Forster Manitu mit dem Spring-steen-Wohnzimmerkonzert gesorgt. Beim Publikum kam's an.
Für eine ganz besondere Atmosphäre hat das Forster Manitu mit dem Spring-steen-Wohnzimmerkonzert gesorgt. Beim Publikum kam's an. FOTO: mjn1
Forst. Bruce Springsteen feierte am Samstag seinen 68. Geburtstag, was "BB & The String Tornados" als Anlass nahmen, im Forster Manitu ein Wohnzimmerkonzert mit Liedern vom "Boss" zu spielen. mjn1

Das Wohnzimmer war wörtlich zu nehmen, denn Brian Bossert baute mit dick ausgelegten Teppichen und etlichen Gitarren, zwei gemütlichen Wohnzimmersesseln, einem Fernseher, einem mehrflammigen Kerzenständer sowie hellen Lichtschlangen, die die Musiker umrahmten, inmitten der Tanzfläche ein Wohnzimmer zum Anfassen auf. Im Kreis standen die fünf Musiker an ihren Gitarren oder am Schlagzeug sitzend und hatten eindeutig ihren Spaß. Das Publikum, das wieder von Forst, Cottbus, Guben und sogar aus Frankfurt (Oder) angereist war, fühlte sich von der ersten Sekunde an wohl in dieser heimeligen Atmosphäre. Wann kann man einem Musiker, noch dazu bei seiner Lieblingsmusik, mal so nah sein?

Bruce-Springsteen-Abend war angesagt - welch schönes Geburtstagsgeschenk, den Brian Bossert, Tino Unruh, Sally Sven Sonsalla, Raschi Thomas Raschak, sowie Drummer Henri Kunze sich selbst, aber auch den Gästen bereiteten. Springsteen ist einer der populärsten und kommerziell erfolgreichsten Rockmusiker überhaupt. Der Mann mit der so unverwechselbaren, markanten Singstimme hat weltweit mehr als 130 Millionen Alben inklusive DVDs verkauft. Seine Musik gilt als ehrlich und erdig. Alltagsthemen bestimmen die meisten Inhalte. Der US-amerikanische Musikkritiker und Plattenproduzent Jon Landau sagte seinerzeit über ihn: "Ich habe die Zukunft des Rock'n'Roll gesehen und sie heißt Bruce Springsteen. Er gab mir das Gefühl, zum ersten Mal Musik zu hören." Springsteen bestreitet auch noch heute ausverkaufte Konzerte. 20 stehen allein im Oktober in New York an, alle sind restlos ausverkauft.

Mit "My Hometown" aus dem Album "Born in the U.S.A." begann unter anderem die erste Runde im Manitu. Eine stimmungsvolle Ballade, die sofort für Gänsehautfeeling sorgte. Es folgten "No Surrender", "The River" und "I'm on Fire" - Lieder, mit denen ganze Generationen aufgewachsen sind und die an diesem Abend für nette Erinnerungen sorgten. Im Gepäck hatten die fünf Musiker aber auch Lieder vom Altmeister Bob Dylan und Neil Young, die mit Gitarren, Schlagzeug und Mundharmonika begleitet wurden. Dieses Wohnzimmerkonzert war mal wieder einmalig im Manitu.

Schon mal vormerken: Am nächsten Samstag, 30. September, sind hier Heldmaschine und als Vorband Maerzfeld zu erleben.