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| 19:51 Uhr

Übrigens
Das prall gefüllte Punktekonto

 Sven Hering
Sven Hering FOTO: LR / Sebastian Schubert
Die immer ach so aufmüpfige Jugend zu bändigen ist eine Aufgabe, an der sich bereits Generationen versucht haben – und daran gescheitert sind. So wird wohl auch der jüngste Vorschlag, geäußert in einer Sitzung des Döberner Bau- und Finanzausschusses, nur wenig Chancen auf Erfolg haben.

Es geht um Kinder und Jugendliche, die sich auf dem Weg zur und von der Schule mitunter wenig darum scheren, dass die Straße eigentlich den Autos vorbehalten ist und sie doch bitteschön auf dem Fußweg laufen können. Stattdessen, so schilderten es Volksvertreter, würden sie immer wieder gefährliche Situationen heraufbeschwören. Es sei ein Wunder, dass noch nichts Schlimmes passiert ist. Doch wie kann man die jungen Leute disziplinieren? Vielleicht, so eine an diesem Abend geäußerte Idee, sollten die Jugendlichen – ähnlich wie Autofahrer – ein Punktekonto bekommen. Wer sich zu viele Vergehen leistet, der muss warten, bis er seinen Führerschein machen kann. Doch in der Praxis könnte dieses Experiment schnell nach hinten losgehen. Denn in Zeiten, wo Klicks und Likes scheinbar alles andere dominieren, würde wohl auch ein prall gefülltes Punktekonto eher als Beleg für Coolness und deshalb als Verheißung gelten.