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Glosse
Gedanken über kurze Wege

Jürgen Scholz
Jürgen Scholz FOTO: M. Behnke / DC

Wegen Bauarbeiten im Bereich der Kfz-Zulassungsstelle in Forst ist diese am 16. und 17. November zu. Und da dort auch die Führerscheinstelle ihren Sitz hat, ist auch diese geschlossen. Doch während die Außenstelle der Zulassungsstelle im Spremberger Ortsteil Sellessen an beiden Tagen zur Verfügung steht, müssen alle Führerscheinangelegenheiten zwei Tage ruhen. Zulassungsstelle und Führerscheinstelle sind zwei Paar Schuhe. Darauf weist der Landkreis Spree-Neiße hin, nachdem wir gestern meldeten, dass auch in Führerscheinangelegenheiten nach Sellessen ausgewichen werden könne. Das geht nicht. Den Betroffenen aus Peitz, Burg, Kolkwitz und Drebkau dürfte ohnehin egal sein, ob sie nach Forst oder nach Spremberg fahren müssen. Wichtiger wäre die Antwort auf die Frage, warum es für sie nicht wieder eine Anlaufstelle in Cottbus geben kann, wie es ja schon einmal der Fall war (und was die Wege erheblich vereinfachte). Da die Kreisgebietsreform abgesagt ist, könnten all die kreativen Köpfe, die viel Zeit mit Konzeptionen zu Kreisgebieten und schlechter Überzeugungsarbeit oder der Organisation von politisch dankbaren Bürgerentscheiden dagegen verbracht haben, ihre Energie in neue Aufgaben stecken. Sie könnten nachdenken, wie sie solche Wege in der Praxis abkürzen könnten. Ob was rauskommt?