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| 16:09 Uhr

Kreistagswahlkreise 2019
Am Ende zählt die Zuverlässigkeit

Jürgen Scholz
Jürgen Scholz FOTO: LR / Sebastian Schubert
Wenn der Kreistag über den Zuschnitt der künftigen Wahlkreise beschließt, dann geht es nicht nur um die mathematisch beste Vari­ante. Die Parteien und Wählervereinigung werden natürlich schauen, wie sie in den künftigen Wahlkreisen aufgestellt sind.

Wo haben sie selbst überhaupt genügend potenzielle Bewerber? Welche Bewerber haben beispielsweise aus Welzow Chancen in einem Wahlkreis mit dem größeren Spremberg? Oder ist man besser dran in einem Wahlkreis mit den ländlichen Wahlkreisen Drebkau und Burg? Was jetzt passiert, das ist natürlich auch ein Ausloten der Chancen und der Möglichkeiten. Das ist nicht nur legitim, sondern auch wichtig, damit nicht nur Abgeordnete aus den Städten dominieren. Eben aus diesem Grund hatten seit der Gründung des Spree-Neiße-Kreises die ländlichen Räume eigene Wahlkreise. Es wird ein schwieriges Abwägen. Am Ende muss eins über allem stehen: ein gerichtsfestes Wahlergebnis. Nichts ist schlimmer als eine Demokratie, die anfechtbar und durch ständige Neuwahlen immer nur kurzfristig arbeitsfähig ist und dabei keine Zeit mehr hat, um in Ruhe die wirklich wichtigen Entscheidungen treffen zu können. Damit würde sich keine Partei einen Gefallen machen, die ernst zu nehmende Politik betreiben will.