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Mehr Wein vom Wolkenberg

Welzow. Nach einer vierwöchigen Lese ziehen Winzer und Energieunternehmen Leag ein positives Fazit: Von Mitte September bis Mitte Oktober erntete die Wolkenberg GmbH rund 26 Tonnen Weintrauben auf dem Weinberg, den der Bergbaubetreiber in der Bergbaufolgelandschaft geschaffen hat. Daraus können die Winzer Bettina Muthmann und Martin Schwarz bis zu 23 000 Flaschen Wein der Weißweinsorten Grau- und Weißburgunder, Kernling und Roter Riesling sowie der zwei Rotweinsorten Rondo und Cabernet Dorsa keltern. red/js

Die beiden Winzer der Wolkenberg GmbH zeigten sich am Ende der Lese zufrieden. "Wir sind stolz und glücklich über diesen Ertrag, der noch mal eine Steigerung zum letzten Jahr gebracht hat. Jetzt sind wir sehr gespannt, wie sich der Jahrgang 2016 entwickeln wird", so Bettina Muthmann.

Die Winzer richten ihre Bewirtschaftungsstrategie auf eine intensive Pflege des rekultivierten Bodens und der 26 000 jungen Rebstöcke aus. Mit der Lese des vergangenen Jahres konnten circa 20 000 Flaschen Wolkenberg Wein abgefüllt werden. Gemeinsam mit dem sächsischen Winzer Martin Schwarz bewirtschaftet Bettina Muthmann die sechs Hektar große Fläche. Gekeltert wird der Wein in der Kellerwirtschaft von Martin Schwarz in Meißen.

Bei vielen Veranstaltungen wurde der Wolkenberg Wein inzwischen präsentiert. Mittlerweile ist er bei zahlreichen Weinhändlern der Region und im Besucherzentrum "Excursio" in Welzow käuflich zu erwerben. Auch über die Grenzen der Region hinaus haben Händler Wolkenberg Wein im Angebot. So ist er im Ostseestrandbad Heringsdorf bei einem dort ansässigen Weinhändler zu erwerben. Regionale Hotels wie das Wellness-Hotel "Zur Bleiche" in Burg oder das Hotel "Zum Gutshof" in Neupetershain bieten ihn ebenfalls auf ihrer Weinkarte an.

Die Lausitz Energie Bergbau AG (Leag) als Eigentümer des Wolkenbergs unterstützt die Wolkenberg GmbH bei der Entwicklung der Rebfläche. "Die Planung und Gestaltung dieses Bergs hat uns viele Jahre lang begleitet. Damit haben wir den Winzern eine Existenzgrundlage auf einer hervorragend angelegten Fläche gegeben und den Menschen ein attraktives Ausflugsziel in der rekultivierten Landschaft", bekräftigt die Leag-Leiterin Rekultivierung Franziska Uhlig-May. Angelegt wurde auch ein Wanderpfad, der von einheimischen Bäumen und Sträuchern gesäumt ist und vom Aussichtspunkt einen weiten Blick über die neue Landschaft bietet.