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Kita-Sanierung
Mehr Kita-Plätze im Kinderland

Die Stadt Forst bereitet die Sanierung der Gruppenräume für die Kindergartenkinder in der Kita „Kinderland“ vor.
Die Stadt Forst bereitet die Sanierung der Gruppenräume für die Kindergartenkinder in der Kita „Kinderland“ vor. FOTO: Katrin Kunipatz / Medienhaus Lausitzer Rundschau
Forst. Die Sanierung der Kita „Kinderland“ in Forst soll bis 2019 abgeschlossen sein. Von Katrin Kunipatz

Mit Bauarbeiten sind Kinder und Erzieher in der Kita „Kinderland“ vertraut. Schon vor einigen Jahren wurden Bäder und Toiletten saniert. Die seit Jahresbeginn laufenden Bauarbeiten in den Gruppenräumen der Unter-Dreijährigen sind fast beendet. Wie Heike Korittke, Verwaltungsvorstand Bauen, im jüngsten Bauausschuss mitteilte, fehlen nur noch die Möbel. Die Krippenkinder werden schon bald in die sanierten Räume umziehen können.

Rundum schick ist die Kita „Kinderland“ aber noch nicht. Ziel der Stadtverwaltung Forst ist es, bis 2019 die Innensanierung der mit 240 Plätzen größten städtischen Kindereinrichtung abzuschließen und die Gruppenräume der Unter-Sechsjährigen zu sanieren. Entsprechend der aktuellen Pläne würde dieses Vorhaben 550.000 Euro kosten. Die Stadt Forst will dafür Fördermittel aus dem Bundesprogramm „Kinderbetreuungsfinanzierung 2017 bis 2020“ in Anspruch nehmen. Mit dem Programm wird der Erhalt von Kita-Plätzen gefördert, die ohne Erhaltungsmaßnahmen wegfallen würden, weil sie nicht mehr den aktuellen Anforderungen entsprechen. Beispielsweise wird gefordert, dass  jeder Gruppe drei Räume zur Verfügung stehen: ein Aufenthaltsraum, ein Schlafraum und ein Garderobenraum.

Bei einem Fördersatz von 90­Prozent entfällt auf die Stadt für dieses Projekt ein Eigenanteil von 55.000 Euro. Die Fördermittelanträge müssen bis Ende des Monats beim Landkreis Spree-Neiße eingereicht werden. Entsprechende Unterlagen wurden ebenfalls den Mitgliedern des Bauausschusses vorgestellt. Heike Korittke ist zuversichtlich, die Zusage schnell zu bekommen. Beim jüngsten Förderantrag für die Modernisierung der Gruppenräume für die Unter-Dreijährigen sei es sehr zügig gegangen, erklärt sie. Klappt alles wie gewünscht, könnte in den Jahren 2018 und 2019 gebaut werden. Danach wären alle drei Etagen und die Außenhülle des Gebäudes komplett überholt.

Schon jetzt befinden sich die Gruppenräume der Kindergartenkinder zwischen drei und sechs Jahren im ersten und zweiten Obergeschoss. Auch Hortkinder aus der Grundschule Keune werden hier betreut. Vorgesehen ist, die fünf bestehenden Gruppeneinheiten zu erneuern und im zweiten Obergeschoss eine zusätzliche Kindergarteneinheit zu schaffen, deren Sanitärraum ebenfalls erneuert wird. Die geplante Sanierung betrifft die Erneuerung der Fußböden. Die Wand- und Deckenbekleidung der Gruppenräume soll hinsichtlich der Schalldämmung optimiert und modernisiert werden. Die Elektroinstallation in den Gruppenräumen einschließlich der Zuleitungen und Verteiler wird an den Stand der Technik angepasst. In die Sanierung eingeschlossen sind die beiden Treppenhäuser des Gebäudes, der Flur im zweiten Obergeschoss sowie die noch nicht sanierten Funktionsräume auf allen drei Etagen.

Wenn im Jahr 2019 alle Arbeiten umgesetzt sind, ist die Kita „Kinderland“ vollständig saniert. Voraussichtlich rund 2,8 Millionen Euro wird die Erneuerung des Gebäudes dann gekostet haben.