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| 17:12 Uhr

Spende für Kunst
Mehr Geld für mehr Künstler

Im Angesicht der Skulptur „Metamorphose“, die beim 1. Kunstsymposium entstand, nimmt Sabine Lindner (3.v.r.) den Scheck von Volksbankvorstand Frank Baer (2.v.r.) entgegen.
Im Angesicht der Skulptur „Metamorphose“, die beim 1. Kunstsymposium entstand, nimmt Sabine Lindner (3.v.r.) den Scheck von Volksbankvorstand Frank Baer (2.v.r.) entgegen. FOTO: LR / Katrin Kunipatz
Forst. Zum 2. Internationalen Kunstsymposium in Forst können 16 Künstler Skulpturen gestalten. Von Katrin Kunipatz

13 Künstler aus Russland, England, Italien und Deutschland haben bereits eine Einladung zum 2. Internationalen Kunstsymposium erhalten, erklärt Michael Lindner. Er ist Vorsitzender des Vereins Kompetenzzentrum Forst, der gemeinsam mit Stadtverwaltung und Stadtteilmanagement das Projekt organisiert. Unternehmer und Forster Bürger haben mit ihrer Geldspende die Grundlage dafür gelegt. Durch den lokalen Verfügungsfonds der Stadt werde diese Summe über Städtebaufördermittel verdoppelt, so Fachbereichsleiterin Angela Geisler.

Mit dem 2. Kunstsymposium wird ein vor fünf Jahren gestartetes Projekt fortgesetzt. Im Sommer 2013 fand das 1. Internationale Kunstsymposium in Forst statt. 16 Künstler aus acht Nationen hatten die gefällten Kastanien des Forster Kegeldamms in Kunstwerke verwandelt. Diese Skulpturen können immer noch auf der Reisigwehrinsel und an verschiedenen Stellen in der Stadt bewundert werden.

Diesmal sollen vom 13. bis 20. September die vor einem Jahr am Lindenplatz gefällten Bäume in Kunstwerke verwandelt werden. Da Lindenholz empfindlich ist, werden diese in öffentlich zugänglichen Innenräumen der Stadt aufgestellt. Möglich sei es in der Kirche, der Volksbank, dem Rathaus oder der Sparkasse, so Organisatorin Sabine Lindner. Zusätzlich hat das Forster Betriebsamt beim Sturm umgestürzte Bäume gesichert. So können die Künstler auch an Eichen, einer Ulme und einer Robinie arbeiten. Andere Künstler haben den Wunsch geäußert, mit Granit und Metall zu arbeiten. Auch dem werde man nachkommen, so Lindner.

Besonders freuen sich die Organisatoren über eine große Spende, die in dieser Woche durch Frank Baer, Vorstand der Volksbank Spree-Neiße, übergeben wurde. Mit 14 200 Euro unterstützen Volksbank und die VR Stiftung das 2. Künstlersymposium. „Damit ist es durchaus möglich, weitere Künstler einzuladen“, sagt Sabine Lindner. Über 20 Künstler hatten sich als Teilnehmer beworben. Ein Gremium wählte anhand der eingereichten Entwürfe zum Thema „In jedem Abschied steckt ein Anfang“ die geeignetsten aus. Nun sollen drei weitere Künstler eingeladen werden, sodass schließlich wieder 16 Frauen und Männer zusammenkommen.

Besonders ist das Internationale Kunstsymposium in Forst, weil die Künstler in der Stadtmitte unter den Augen der Forster arbeiten. Beim ersten Mal kamen Schulklassen und Kindergartengruppen vorbei und erlebten, wie sich ein Holzstamm in eine Skulptur verwandelt. Ähnliches erhofft sich der Verein bei der zweiten Auflage und hat deshalb den Termin um das 11. Sattelfest gelegt. Besucher könnten so von der Rennbahn noch in der Forster Innenstadt vorbeischauen, hofft Angela Geisler.