| 02:34 Uhr

Mehr Geld für ehrenamtliche notärztliche Tätigkeit geplant

Spree-Neiße. Der ärztliche Leiter des Rettungsdienstes Spree-Neiße und die ärztlichen Leiter der verschiedenen Notarztbereiche, die diese Posten ehrenamtlich zusätzlich zu ihrer sonstigen Tätigkeit ausführen, sollen eine etwas höhere monatliche Entschädigungszahlung erhalten. Das hat der Sozialausschuss Spree-Neiße am Dienstag einstimmig entschieden. Steffi Ludwig

Nun muss noch der Kreistag zustimmen.

Notwendig sei die Erhöhung, um sie an die Tarifentwicklung des Tarifvertrages Ärzte/Vereinigung der kommunalen Krankenhäuser anzupassen. Dies betrifft in Spree-Neiße nach Auskunft von Marlies Kulka, Fachbereichsleiterin für Ordnung, Sicherheit, Verkehr des Landkreises Spree-Neiße, fünf Posten: Dr. Michael Lang, ärztlichen Leiter des Rettungsdienstes Spree-Neiße und gleichzeitig ärztlichen Leiter des Notarztbereiches Spremberg, sowie die ärztlichen Leiter für Guben Dr. Andreas Krainz, für Forst Dr. Jens-Holger Wußmann und für Cottbus Dr. André Mundt und Dr. Thomas Lembcke, die sich den Posten teilen. Dr. Michael Lang sei in Brandenburg zudem der einzige ärztliche Leiter des Rettungsdienstes, der dies ehrenamtlich macht, so Marlies Kulka. Andere Landkreise hätten dafür extra Stellen.

Ausschussvorsitzender Dr. Torsten Schüler (Freie Bürger), der selbst Arzt ist, würdigte die enorme Leistung, diese Bereiche zu leiten. Und er verwies darauf, dass es immer schwerer werde, dafür geeignetes Personal zu finden. Denn der ärztliche Leiter habe unter anderem die notfallmedizinische Fachaufsicht über die ärztlichen und nichtärztlichen Einsatzkräfte des Rettungsdienstes und müsse zudem die Fort- und Weiterbildung gewährleisten und kontrollieren. Er vertritt den Landkreis zudem in notfallmedizinischen Fragen innerhalb entsprechender Gremien wie Ärztekammern. Die ärztlichen Leiter in den verschiedenen Notarztbereichen sind dort unter anderem für den Einsatz des notärztlichen Personals verantwortlich.

Die Entschädigungszahlungen sollen sich laut Diskussion im Ausschuss monatlich für den ärztlichen Leiter des Rettungsdienstes von bisher 670 Euro auf 771,40 Euro und für die ärztlichen Leiter der Notarztbereiche von 532,35 auf 616,68 Euro erhöhen.