| 13:32 Uhr

Das Wetter im März
Mehr ein frostiger Winter als ein Frühling

Eis am Neißewehr in Forst: Dieser März war der zweitkälteste seit mehr als 30 Jahren. Nur 2013 war es noch kälter.
Eis am Neißewehr in Forst: Dieser März war der zweitkälteste seit mehr als 30 Jahren. Nur 2013 war es noch kälter. FOTO: Heido Briesemann
Spree-Neiße. Es war der zweitkälteste März in der Region seit 1987.

War in den ersten Märztagen durch strenge Nachtfröste (minus 15 Grad am 3. März) und vier Eistage noch das mittlerweile recht selten gewordene Vergnügen des Schlittschuhlaufens in der Lausitz möglich, stiegen die Werte dann doch erwartungsgemäß ab dem 5. März in den positiven Bereich – nach 33 Tagen Dauerfrost. Täglich wurde es etwas wärmer, milde Luft aus Südwesten und das Hoch „Yulia“ bescherten der Lausitz mit 19 Grad Celsius am 11. März einen Hauch Frühling, dabei blieb es aber insgesamt recht wechselhaft. Mitte des Monats kam der Wind dann aber wieder aus östlichen Richtungen und mit ihm nochmals der Winter. Nasskaltes Wetter bei nur wenigen sonnigen Tagen bestimmte dann auch die zweite Monatshälfte.

Insgesamt war der März bei einem Mittelwert von nur 1,5 Grad eindeutig zu kalt, normal wären 4,7 Grad gewesen. Dabei gab es nur zwölf frostfreie Nächte und an fünf Tagen herrschte Dauerfrost. Es war der zweitkälteste Monat März seit 1987. Nur 2013 war es mit durchschnittlich minus 1,06 Grad und einer geschlossenen Schneedecke noch kälter. An insgesamt zwölf Tagen regnete oder schneite es, meist mit geringer Intensität. So kamen nach einem sehr trockenen Februar auch im März nur 38 Liter je Quadratmeter zusammen.

Aber auch im März 2018 zeigte sich die Sonne. Die 120 Sonnenstunden lagen im statistischen Mittel der vergangegen Jahre.

Der sogenannte Vorfrühling, welcher bereits im Januar mit den Schneeglöckchen begann und mit der Krokusblüte endet, geht in den Erstfrühling über. Sein Zeichen, die gelbe Forsythie, zeigte sich Ende März noch nicht in den Gärten. Aber ihr genügen wenige warme Tage, um sich voll zu entfalten. Dies trifft auch auf die Kleingärtner zu, die schon ungeduldig auf den Start der Gartensaison warteten.

Nach dem zu Ende gehenden Jahr der Sonne begann laut Hundertjährigem Kalender am 21. März das Jahr der Venus. Laut Überlieferung wird es feucht, schwül und ziemlich warm. Zum Vergleich – im letzten Venusjahr 2011 gab es einen Top-Frühling, einen feuchten, kühlen Juli, dafür aber einen schönen Herbst.  

(hib)