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| 01:40 Uhr

Mehr Beachtung für die Jule

Jürgen Goldschmidt (l.), Matthias Baxmann (2.v.r.) und Helmut Ließ (r.) im Gespräch mit Moderator Jan Selmons. Foto: Bahnke
Jürgen Goldschmidt (l.), Matthias Baxmann (2.v.r.) und Helmut Ließ (r.) im Gespräch mit Moderator Jan Selmons. Foto: Bahnke FOTO: Bahnke
Forst. Auf großes Interesse ist am Mittwochabend die Diskussionrunde der RUNDSCHAU zur Zukunft der Jule-Gleise gestoßen. Bürgermeister Jürgen Goldschmidt (FDP) nutzte das Forum, um eine Initiative zum Stadtjubiläum anzukündigen. Von Bodo Baumert

"Wenn wir die Jule-Gleise schon als Denkmal erhalten müssen, dann sollten wir sie auch als solches kennzeichen", sagte Helmut Ließ (SPD), der als Vertreter des Seniorenbeirates an der Diskussionsrunde teilnahm. Ähnlich sieht es Matthias Baxmann, der als Vertreter des Landesamtes für Denkmalschutz gekommen war. Das Konzept, das mit der Stadt erarbeitet wurde und nachdem ein Teil der Gleise auch in Zukunft im Straßenbild erhalten bleiben soll, sei vernünftig. Allerdings müsse das "deutschlandweit einzigartige" technische Denkmal auch als solches präsentiert werden. "Auch das ist Teil der Konzeption", so Baxmann. Noch bestehe aber ein Vermittlungsproblem. "Die Akzeptanz würde schlagartig steigen, wenn wir rollendes Material hätten", so Baxmann.

Eine Rückkehr der alten Jule aus Dresden ist aber leider unmöglich. "Das haben wir geprüft", so Goldschmidt. Dennoch soll die Jule wieder ins Bewusstsein der Forster rücken. "Zum 750-Jahre-Jubiläum 2015 wollen wir die Jule stärker ins Stadtbild zurückholen", kündigte Goldschmidt an. Wie dies geschehen könnte, etwa durch einen Nachbau, ließ Goldschmidt offen. "So weit sind wir noch nicht." Geplant ist, die Gleise durch Tafeln und Dokumentation Besuchern näher zu bringen. Dies könne ein Aushängeschild werden, sagt Baxmann.

Zum Thema:

Nicht alle Gleise bleiben erhalten. Teilstücke wie die Einfahrt zum Betriebsbahnhof oder die Weichenanlage in der Alexeandertraße sind laut Konzept wieder einzubauen. Ein Teil der "Stolperfallen" - wie in der Gubener Straße - kann weg. Manche Gleise werden auf der neuen Straße aufgezeichnet.