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| 17:13 Uhr

Gorßes Volleyballturnier in Forst
Klare Prioritäten statt Stress

Ein eingespieltes Team sind Anne Willsch und Alina Gäbler. Zum zweiten Mal organisieren sie die Volleympics und wissen ein Team hinter sich.
Ein eingespieltes Team sind Anne Willsch und Alina Gäbler. Zum zweiten Mal organisieren sie die Volleympics und wissen ein Team hinter sich. FOTO: Katrin Kunipatz / LR
Forst. Zum zweiten Mal organisieren Schülerinnen die Volleympics. Neu ist in diesem Jahr das Logo. Von Katrin Kunipatz

Entspannt sitzen Alina Gäbler und Anne Willsch in der Cafeteria des Forster Gymnasiums. Vor sich ausgebreitet haben die beiden 17-Jährigen die Unterlagen für die diesjährigen Volleympics und ihre Handys. Zum zwölften Mal findet das dreitägige Volleyballturnier in diesem Jahr statt. Zum zweiten Mal organisieren es die beiden Forster Schülerinnen. Und zum ersten Mal gibt es das Turnier nicht nur im Internet und bei Facebook, sondern auch bei Instagram und Snapchat.

Alina Gäbler und Anne Willsch besuchen die zwölfte Klasse und bereiten sich gerade auf die Abiprüfung im Frühjahr vor. Schwierigkeiten beides unter einen Hut zu bringen haben sie nicht, gehören beide doch zu den Schülern, die neben Unterricht und Hausaufgaben noch Zeit für Sport und andere Dinge finden. So ist Alina Teil des Organisationsteam Schüler am Gymnasium, Schülersprecherin und stellvertretende Vorsitzende und Pressesprecherin beim Landesschülerrat. Anne spielt Volleyball beim SV Malxe 83, dem ausrichtenden Verein der Volleympics.

„Vom Abistress ist bisher kaum etwas zu merken“, sagt Anne Willsch. „Wenn man rechtzeitig anfängt zu lernen, wird es nicht so stressig.“ Alina Gäbler sieht das anderes: „Für mich ist es schon stressiger, aber ich mache auch mehr als andere. Deshalb muss man lernen, Prioritäten zu setzen.“ Und eines dieser wichtigen Projekte ist für beide das Volleyballturnier. Hier hat sich Alina bereits entschieden, aufs Mitspielen zu verzichten. „Wir wollen, dass immer jemand als Ansprechpartner da ist“, erklärt sie. Anders ist es beim Nachtpokal, der bereits am Freitagabend ausgetragen wird. Ihn bezeichnet Alina Gäbler als „Herzensangelegenheit“. Im vergangenen Jahr hatten die Organisatorinnen auf dieses Turnier verzichtet, um sich völlig auf die Volleympics zu konzentrieren. Mit den Erfahrungen des vergangenen Jahres gehen ihnen beim zweiten Mal viele Dinge leichter von der Hand. So habe es statt zwei Monaten nur ein Wochenende gedauert, um den Konzeptplan zu überarbeiten, berichtet Anne Willsch. Alle zwei bis drei Wochen trifft sich das Organisationsteam, zu dem insgesamt 25 Personen gehören. „Wir können mehr Aufgaben verteilen und auch klar dazu sagen, was zu tun ist“, berichtet Anne. Deshalb übernehmen die beiden Schülerinnen nun neue Aufgaben, bei denen sie im vergangenen Jahr noch auf die Hilfe angewiesen waren.

Bewährtes bleibt bestehen. So wird jeder Teilnehmer sein Turnier-Shirt bekommen. Wirklich neu ist in diesem Jahr das Logo. „Bisher gab es keins“, sagt Anne. Ihre Mutter hat es entworfen und es nun ziert alle Unterlagen. Die wichtige Suche nach den Unterstützern läuft bereits. Einige der großen Sponsoren hätten bereits zugesagt, so Alina. „Damit ist die Durchführung der Volleympics abgesichert“, sagt sie. Jetzt geht es darum, die städtischen Firmen und Handwerker anzusprechen. Auch hier offen die Jugendlichen auf gute Resonanz.

Bei den Teilnehmern jedenfalls ist das Interesse ungebrochen. „Mit jedem Jahr gibt es mehr Anmeldungen“, sagt Anne. Aber aufgrund der begrenzten Zahl von zwölf Feldern und dem vorgesehenen Spielsystem seien nicht mehr als 72 Mannschaften möglich. Eigentlich genug, denn rund 500 Volleyballer – vom Freizeitspieler bis zum Profi – werden an dem Wochenende im Juni in Forst erwartet.

Die Organisatorinnen rechnen trotz aller Vorbereitungen mit einem anstrengenden Wochenende. „Wobei es besser dürfte, gar nicht zu schlafen“, stimmen Anne und Alina überein. Langeweile kommt zwischen dem letzten Spiel und dem Frühstück nicht auf. Viele übernachten im Stadion und sitzen noch lange schwatzend vor den Zelten. „Ich werde am Samstagabend meinen 18. Geburtstag feiern“, verrät Alina. Der Zufall wollte es, dass beide Termine zusammenfallen. Sie wünscht sich vor allem, dass beim Turnier alles glatt läuft.