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| 02:39 Uhr

Medien auf dem Land machen Station im Kreis

Eberhard Dunkel lässt sich in Döbern von Anne Sibilsky (M.) erklären, wie sich ein digitales Fotoalbum erstellen lässt. Anett Noack hört gespannt zu.
Eberhard Dunkel lässt sich in Döbern von Anne Sibilsky (M.) erklären, wie sich ein digitales Fotoalbum erstellen lässt. Anett Noack hört gespannt zu. FOTO: Köhler
Döbern. Was man mit Smartphones, Tabletts und Laptops alles machen kann, haben sich Döberner im Jugendklub der Stadt erklären lassen. Im Rahmen des Projektes Medien auf dem Land reist das Institut Bildung in der Informationsgesellschaft durch den Landkreis. ckx

Eberhard Dunkel kommt an diesem verregneten Tag in die Räumlichkeiten des Jugendklubs Döbern. "Ich habe über einen Flyer erfahren, dass man sich heute hier im Umgang mit Computern beraten lassen kann", erklärt er. Bei einer Familienfeier habe er zig Fotos seiner Familie erhalten, die er nun in einem Fotobuch zusammentragen will. "Ich weiß nur nicht, wo ich das im Internet machen kann", sagt Eberhard Dunkel.

An diesem Nachmittag sind Annegret Sielaff und Anne Sibilsky vom Institut für Bildung in der Informationsgesellschaft Berlin im Rahmen des Projektes Medien auf dem Land nach Döbern gekommen, um genau solche Fragen zu klären. "Das Projekt Medien auf dem Land wird durch das Bundesprogramm ‚Zusammenhalt durch Teilhabe' gefördert", erklärt Annegret Sielaff. Es war im vergangenen Jahr gestartet und läuft bis zum Mai. Die Lausitzer RUNDSCHAU kooperierte 2013 mit dem Institut und initiierte Workshops zum kreativen und journalistischen Schreiben. Aus dem Projekt ist das Buch "Geschichten aus dem Leben - Menschen in Döbern-Land" hervorgegangen.

In Döbern geht es den Mitarbeitern des Institutes um den Umgang mit neuen Medien wie Smartphones, Tabletts und natürlich um den Umgang mit dem Internet. "Uns geht es darum, den Leuten die Angst vor den neuen Geräten zu nehmen und ihnen zu zeigen, was für Vorteile sie haben und wie man sie richtig benutzt", erläutert Annegret Sielaff das Anliegen des Berliner Institutes. Dazu mache sie in Döbern halt. Geplant sind vier weitere Stationen im Landkreis Spree-Neiße, zu denen sie die Bürger einlädt. "Wir waren vergangene Woche in Cottbus, sind jetzt in Döbern und wollen noch nach Forst, Spremberg, Burg und Welzow", erzählt sie.

Mit im Gepäck hat Sielaff zudem eine Medienlandkarte des Landkreises und der Stadt Cottbus. "Wir haben natürlich noch zahlreiche andere Materialen, über die sich Interessenten im Umgang mit Medien informieren können."

Dass zum Projekttag "Medien auf dem Land" nicht nur jüngere, sondern auch viele ältere Döberner in den Jugendklub gekommen sind, freut vor allem die Leiterin des Albert-Schweizer-Familienwerkes in Döbern, Daniela Drescher. "Wir haben uns gern darum bemüht, dass die Initiatoren es Projektes in den Räumlichkeiten des Jugendklubs unterkommen, um hier ihre Angebote den Bürgern vorzustellen", sagt sie.

Gerade hat Cornelia Schellschmidt, Leiterin des offenen Jugendtreffs in Döbern, neue Angebote sowie neue Jugendliche im Treff. "Wir haben von Montag bis Freitag für die Jugendlichen geöffnet", so Schellschmidt. Sie habe gegenwärtig vor, jeden Donnerstag einen Kochkurs anzubieten. "Bei uns können die Jugendlichen kochen und backen", erklärt sie. Der Kurs sei für jeden offen.

Gebacken hat im Vorfeld des Projekttages auch Renate Pniok. Die Ehrenämtlerin und Mitglied des Seniorenbeirates von Döbern geht einmal im Monat in die Kita Regenbogen in Döbern. "Dort backe und koche ich mit den Kindern", freut sie sich. Dieses Mal haben sie für den Projekttag gebacken. "Mit dem Erlös wollen wir weiter gemeinnützige Projekte finanzieren", berichtet Daniela Drescher. Und: "Wir wollen den Leuten in Döbern damit auch zeigen, dass eben nicht alles schlimm ist, sondern Türen auch geöffnet werden."

Eberhard Dunkel jedenfalls geht an diesem Nachmittag zufrieden nach Hause. "Ich weiß jetzt, wie und wo ich mein Fotoalbum anfertigen kann", sagt er noch beim Verabschieden.

Zum Thema:
Das Projekt "Medien auf dem Land" läuft seit Juni 2013 und wurde im Süden von Brandenburg durch das Institut für Bildung in der Informationsgesellschaft und in Kooperation mit der Lausitzer RUNDSCHAU ins Leben gerufen. Im Landkreis Spree-Neiße macht es insgesamt sechs Mal Station. Noch ausstehende Termine: am 2. April von 11 bis 16 Uhr in Burg am 11. April von 9 bis 16 Uhr in Forst am 6. Mai von 16 bis 20 Uhr in Welzow am 12. Mai von 11 bis 16 Uhr in Spremberg Weitere Informationen unter www.ibi.tu-berlin.de.