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| 14:10 Uhr

Trinkwasserleitung löchrig
Vorsicht beim Wäschewaschen in Noßdorf

Fast ein Dutzend Rohrbrüche und kein Ende: Nun soll die Wasserleitung in der Spremberger Straße vorzeitig erneuert werden.
Fast ein Dutzend Rohrbrüche und kein Ende: Nun soll die Wasserleitung in der Spremberger Straße vorzeitig erneuert werden. FOTO: LR / Katrin Kunipatz
Forst. Nach fast einem Dutzend Rohrbrüchen in der Spremberger Straße muss dort die Leitung schnell saniert werden.

Die Anlieger der Spremberger Straße in Noßdorf müssen sich in den kommenden Wochen auf verfärbtes Trinkwasser einstellen. Darauf weisen die Stadtwerke nach fast einem Dutzend Rohrbrüchen in diesem Bereich hin. Am Donnerstag soll in einer Krisensitzung das weitere Vorgehen festgelegt werden. Die Arbeiten werden nach Einschätzung der Stadtwerke etwa vier bis sechs Wochen dauern. Die Spremberger Straße dürfte in dieser Zeit weiterhin abschnittsweise halbseitig gesperrt werden, schätzt Stadtwerke-Geschäftsführer Wolfgang Gäbler ein. Bereits jetzt wurden solche Einschränkungen für die Reparaturen notwendig.

Da in dieser Zeit die Strömungsrichtung verändert wird, kann es zu  Druckschwankungen kommen, die aber nach Einschätzung von Gäbler auf den Bereich der Spremberger Straße zwischen Malxe und Friedhof beschränkt sein dürften. Dort seien Ablösungen von Inkrustationen im Leitungsnetz möglich, durch die es zu Trübungen und Verfärbungen des Trinkwassers kommen könne. Die könnten Wäsche dauerhaft verfärben, warnt eine Sprecherin der Stadtwerke. Deshalb sei nach Wiederaufnahme der Trinkwasserversorgung bei der Inbetriebnahme von Waschmaschinen besondere Vorsicht geboten. Vor dem Waschen sollte das  Trinkwasser auf Klarheit geprüft werden. Für andere Bereiche schließt Gäbler Beeinträchtigungen aus.

Das Problem besteht demnach in einer Asbestzementleitung aus den 1950er-Jahren. Die inzwischen großen Straßenbäume dringen mit ihrem Wurzelwerk in die marode Leitung ein. Außerdem wurde während der Trockenphase in der vergangenen Woche ein Spitzenwert an Wasserverbrauch registriert, wie es ihn laut Gäbler in der Nachwendezeit nicht gegeben habe. Zeitweise seien 4700 Kubikmeter Wasser pro Tag abgenommen worden – normalerweise sind es 2000 bis 2300 Kubikmeter. Dies habe dazu geführt, dass es immer wieder zu Rohrbrüchen in diesem Bereich gekommen sei und die ohnehin für kommendes Jahr vorgesehen Baumaßnahme vorgezogen werde. Ähnliche Schwachpunkte im Leitungsnetz gebe es nicht, so Gäbler auf Nachfrage.