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| 19:06 Uhr

Marketingaktionen für Rosengarten
Mehr Reklame in den Städten

 Noch sind Rosen im Rosengarten teils verhüllt. Sie werden Stück für Stück ausgepackt und verschnitten, damit sie bald wieder blühen können.
Noch sind Rosen im Rosengarten teils verhüllt. Sie werden Stück für Stück ausgepackt und verschnitten, damit sie bald wieder blühen können. FOTO: LR / Steffi Ludwig
Forst. Forster Rosengarten wirbt nicht mehr an Berliner Bahnhöfen. Neue Kooperationen mit zwei Lagas und Tierpark Cottbus. Von Steffi Ludwig

Der Ostdeutsche Rosengarten Forst wird in diesem Frühjahr keine großflächigen Werbeschilder mehr an Berliner Bahnhöfen aufstellen. Wie Parkmanager Stefan Palm mitteilt, seien die Besucherzuwächse aus Berlin im vergangenen Jahr überschaubar gewesen, zudem seien die Kosten für die Großflächen relativ hoch. Deshalb habe sich der Eigenbetrieb Kultur, Tourismus und Marketing der Rosenstadt Forst entschieden, nur noch an den Bahnhöfen in Dresden und Frankfurt (Oder) zu werben. Der Fokus werde in diesem Jahr dagegen auf die Ortslagen gelegt, die sich vorrangig auf dem Gebiet des Tourismusverbands Lausitzer Seenland befinden, zu dem Forst nun auch zählt, wie Senftenberg. Aber auch in Dresden, Eisenhüttenstadt oder Cottbus soll großflächig geworben werden. Start ist im Mai oder Juni. Saisonstart im Rosengarten ist am 1. Mai, die Rosengartenfesttage finden diesmal vom 28. bis 30. Juni statt.

Am Programm für das kulturelle Forster Highlight werde laut Stefan Palm momentan gebastelt, erste Punkte könne er sicher beim nächsten Werksausschuss des Eigenbetriebes am 8. April berichten. Der Programmflyer soll in der zweiten Maihälfte vor Pfingsten fertig sein und auch wieder in polnischer Sprache gedruckt werden, da sich das im Vorjahr bewährt habe. Denn rund 17 Prozent aller Besucher kamen aus Polen. Durch die extreme Hitze im Sommer und die kalten Rosengartenfesttage war 2018 jedoch kein gutes Jahr für den Rosengarten. Nur knapp 11 000 kamen zu den Festtagen, ein Jahr vorher war der Rekord mit 15 500 aufgestellt worden.

Wieder sollen Plakate in der weiteren Region wie Cottbus und Guben aufgehängt werden, Anzeigen in diversen Zeitungen und Zeitschriften geschaltet werden. Die Marketingaufwendungen sind 2019 von 93 100 Euro leicht auf 108 000 Euro gestiegen, ebenso die Ausgaben für Dienstleistungen für Veranstaltungen. Hier zahlt der Eigenbetrieb mehr als 40 000 Euro mehr als im Vorjahr. Laut Stefan Palm liegt dies einmal an den höheren Ausgaben für die Rosengartenfesttage, speziell am erhöhten Aufwand für das Sicherheitskonzept mit Verkehrslenkung, Brandsicherheitswachen, Sanitätsdienst. Aber auch der städtische Anteil am Steamrose-Festival, das am 7. September erstmals in Forst stattfindet, zählt darunter, ebenso die Weiterentwicklung des Weihnachtsmarktes. Für einige organisatorische Dienstleistungen erhalte der Eigenbetrieb im Gegenzug mehr Einnahmen.

Außerdem kooperiere der Forster Rosengarten in diesem Jahr mit den Landesgartenschauen (Laga) in Wittstock/Dosse und im sächsischen Frankenberg und erhoffe sich damit Besucher aus den dortigen Regionen. Gegenseitig werden Flyer ausgelegt. Zudem ist der Rosengarten als Partnereintrag im Besuchermagazin der Laga zu finden. Und es gebe Kooperationen mit dem Cottbuser Tierpark und der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz.

Zudem war 2018 der Sales Guide, ein Führer für Gruppen- und Busreisen, aktualisiert worden. „Wir würden uns wünschen, dass dieser um mehr Angebote erweitert wird“, so Palm. Bisher könne der Rosengarten als „Kernprodukt“ gebucht werden, kombinierbar mit Textilmuseum, Archiv verschwundener Orte oder Gut Neu Sacro. Anfang April werde Annette Schild vom Eigenbetrieb zur RDA Group Travel Expo nach Friedrichshafen, der Leitmesse für Gruppenreisen, fahren und dort den Sales Guide gezielt als Werbemedium einsetzen. Zudem werde er an rund 600 Kunden wie Reiseunternehmen verschickt.