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| 17:22 Uhr

Konzert stimmte aufs Fest ein
Hallelujah ertönt um Mitternacht

 Auf die festlichen Tage stimmten die Musiker im Forster Manitu das Publikum ein.
Auf die festlichen Tage stimmten die Musiker im Forster Manitu das Publikum ein. FOTO: Margit Jahn
Forst. Im Forster Manitu trafen sich frühere Einwohner der Stadt mit ihren Freunden bei Musik.

Alle Jahre wieder treffen sich in der Kultkneipe „Manitu“ am Rande der Stadt Forst drei Generationen, um Freunde zu treffen, Musik zu genießen und zu tanzen. Lisa Temesvári-Alamer machte im Saal den Auftakt mit ihrer Band „PubalaPub“ zum großen Weihnachtskonzert mit Bands aus Forst. Mit „Whiskey in the Jar“ und „Step it out Mary“ heizte sie dem Publikum ein, und viele Gäste sangen die beliebten Kultlieder mit. Offiziell ist sie noch in der Babypause, wie sie sagte, aber „sobald das Baby selbständig ist, machen wir weiter“. Wer nicht ganz so lange warten möchte: Im Januar tritt sie in Peitz auf. „Das Gefühl, mit unserer Band zu spielen, ist genial. Wir machen gern Musik, und deshalb lohnt sich jeder Auftritt“ sagt die sympathische Sängerin und Gitarristin, die am Vorweihnachtsabend ihren eigenen kleinen Weihnachtsengel gleich mit dabei hatte. Dem Manitu bleibt sie treu. „Ich bin hier groß geworden“ sagt sie.

Für Cathleen Melde war das letzte Konzert vor Weihnachten so besonders, weil „es alle Jahre wieder ein gelungener Abend ist“. Sie ergänzte: „Gute Musik, viele bekannte Gesichter und eine gute Einstimmung auf Weihnachten“, deshalb war sie mit ihren Freunden am Abend im Manitu.

Auch Aimo Bartel zeigte sich sicher: „Man darf ein Konzert in seiner zweiten Wohnstube nicht verpassen.“ Der 28-jährige Björn, gebürtiger Forster, jetzt in Tirol lebend, war auf Weihnachtsbesuch bei seinen Eltern. Wann immer es passt und er nach Hause kommt, stattet er dem Manitu einen Besuch ab. Nun war er mit Bruder und Vater da und die drei genossen die kultige Atmosphäre. Wer am Abend spielte, war ihm gar nicht so wichtig, „mehr der Leute wegen“ besuchte er das Manitu.

Herrmann Kostrewa, immer wieder gern im Manitu zu Gast, schwärmte vom Kulturprogramm in Forst. „Gestern musikalischer Weihnachtsmarkt in Noßdorf, heute schönes Weihnachtskonzert im Manitu und morgen vielleicht die musikalische Mitternachtsmesse in der Bachkirche – ein optimaler Ablauf“ wie er begeistert feststellte.

Nach einer kleinen Umbaupause betraten Brian Bossert und Band die Bühne. Rockigere Töne waren jetzt von der Bühne von „BB and The String Tornados“ zu hören. Wirt Frank Pfitzmann hatte derweil alle Hände voll zu tun. Er bahnte sich mit seinem Tablett mühsam einen Weg durch die Menge der Gäste.

„Halleluja“ von Leonard Cohen war das Abschlusslied von Eclàt. „Das haben wir schon im vorigen Jahr gespielt, und so soll es ein wenig zur Tradition werden“ sagte Sänger Christian Kuska. Gemeinsam mit Max Schneider spielte er  schon zum fünften Mal an diesem Ort. Zwar halten die beruflichen Wege beide Musiker weit auseinander. Cristian studiert Geschichte und Politik in Potsdam und Max Eventmanagement in Hamburg. Aber wann immer sie Zeit füreinander finden, spielen sie gern im „Forster Rockschuppen“, wie Christian das Manitu liebevoll betitelt. Außerdem ist er mit Brian, dem Wirtssohn. in die Klasse gegangen, und das verbindet. „Man hat hier seine sozialen Kontakte und kommt gerne her“, befand er nach seinem Auftritt am Abend.