Der „Warte-Wurm“ sollte von der sozialen Isolation infolge des neuartigen Corona-Virus ablenken. „Es war die Idee der Mutter eines unserer Kindergarten-Kinder“, sagt Angela Fürstmann. Die 58-jährige ist die Leiterin der Kindertagesstätte „Friedrich Fröbel“ in Forst. Bunt bemalte und hintereinander gelegte Steine sollten hier Freude schenken – soweit zumindest der Plan.

Inspiriert wurde die Idee vom amerikanischen Trend des „Rock Painting“. In Forst hat diese Idee dank der Malgruppe „Lausi-Steine“ schon seit über einem Jahr Einzug gehalten. Steine werden bemalt und abgelegt. Wer sie findet versteckt sie neu, damit auch andere sich freuen können. Der „Warte-Wurm“ hingegen sollte liegen bleiben und immer weiterwachsen.

„Die Idee war, dass Kinder Steine bemalen und sie dazulegen können“, erklärt Fürstmann. Einen Tag lang funktionierte das gut. In der Zeit erreichte der Wurm eine Länge von etwa 15 Steinen. Zum Mitmachen eingeladen war jeder: Die Mutter, die den „Warte-Wurm“ erfunden hatte, malte den Kopf. Die Glieder kamen von den Kindern, aber auch malbegeisterte Eltern und Großeltern durften mitmachen. Auch Fürstmann bemalte einen

Kinder über Diebstahl des Warte-Wurms enttäuscht

Dann war der Wurm über Nacht verschwunden. Kinder hatten am Morgen bunt gestaltete Steine mitgebracht – anlegen konnten sie sie nicht mehr „Die Kinder waren ganz traurig gewesen“, sagt Fürstmann. Wer die Steine mitgenommen hat, ist unbekannt. Möglich, dass sich jemand einen Scherz erlaubt hat.

Unterkriegen lassen, will sich die Kindertagesstätte „Friedrich Fröbel“ davon nicht. „Wir haben an einer anderen Stelle mit einem neuen Warte-Wurm begonnen“, so die Leiterin der Kindertagesstätte. Diesmal ist der Wurm etwas abgeschirmter, näher am Haus. Bisher hat er eine Länge von fünf Steinen. Ein Kopf fehlt noch. Via Facebook habe sich aber jemand bereit erklärt, ihn zu malen, verrät Fürstmann.

Und auch die Forster Stadtteilmanagerin Kathleen Hubrich hat Hilfe angeboten. Sollten die Steine zusätzlichen Schutz benötigen, könnten sie im Schaufenster des ehemaligen Blumen-Laden „Christoph“ in der Forster Innenstadt ausgestellt werden. Auch ein passender Aushang über das Lausi-Stein-Projekt sei denkbar. „So bekommt das Thema mehr Aufmerksamkeit und kann in die Innenstadt geholt werden“, erklärt Hubrich.