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Magische Klänge zu magischen Bildern

Krishn Kypke erzählt beim Konzert auch die Geschichten, die hinter seinen Liedern stecken.
Krishn Kypke erzählt beim Konzert auch die Geschichten, die hinter seinen Liedern stecken. FOTO: Jahn
Forst. "Woanders wird eine Kunstausstellung mit dezenter Hintergrundmusik eröffnet, hier gibt es ein Konzert zu einer Vernissage. In Forst ist eben alles etwas anders", sagt Krishn Kypke zu Beginn seines inzwischen dritten Konzertes in der Stadt. Margit Jahn

Musik und Kunst harmonisch vereint, das ist das Geheimrezept von Sabine Lindner, der Organisatorin dieser Konzerte. Und ein gutes Gespür, welche Musik zu welcher Kunst passt, hat sie am Freitagabend wieder vor ausverkauften Reihen bewiesen.

Ihre eröffnenden Worte drehen sich um Geister und Götter, welche Kraft und Energie geben sollen. "Die Saiten der Welt" bringt anschließend der in Deutschland geborenen Gitarristen Krishn Kypke zum Klingen.

"Magische Orte - Geister und Götter" - das ist auch der Titel der Ausstellungseröffnung der Gubener Künstlerin Sigrid Noack im Forster Kom for. Gleich, wenn man den kleinen Saal betritt, fallen einem die beiden großen Wandbilder ins Auge, in satten erdigen, vor allem warmen Farben gemalt. Die Laudatio zur Künstlerin hält Journalist und Fotograf Helmut P. Fleischhauer. In ruhigen Worten umreißt er die Lebensstationen von Sigrid Noack. Wer Bilder in mehr als 80 nationalen, aber auch internationalen Museen zu hängen hat, darf stolz auf eine solche Leistung sein, findet er. Für die Forster ist es ein einmaliges Angebot, diese großartigen Kunstwerke Noacks, die unter anderem an der Hochschule für bildende Künste in Dresden studiert hat und anschließend Meisterschülerin der Akademie der Künste in Berlin bei Lea Grundig sowie Jürgen von Woyski war, direkt vor Ort betrachten zu dürfen.

Astrid Lehmann, die mit der Forster Sopranistin Irina Epinger durch die Pause bummelt und sich die Kunstwerke und Instrumente anschaut, ist begeistert von den "schönen, magischen Instrumenten und der authentischen Musik", die Krishn Kypke vermittelt. Auch Irina Epinger schwärmt: "Er besucht ein Land und macht die passende Musik dazu".

Im zweiten Teil erklingen Musikstücke auf den kuriosen Instrumenten und persönliche Anekdötchen rund um die Konzertlieder. Wolfgang Dannat, Forster Musiker hat lobende Worte zu seinem Kollegen. "Krishn ist ein begnadeter Musiker. Ich liebe die Sitar. Bei diesen Klängen fühlt man sich sofort in die Lieder hineinversetzt".