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| 18:45 Uhr

Lesung in Forst
Kurzweiliges und Amüsantes zum Frauentag

 Erst Bloggerin, jetzt stolze Buchautorin: Magda Albrecht liest in der Stadtbibliothek Forst.
Erst Bloggerin, jetzt stolze Buchautorin: Magda Albrecht liest in der Stadtbibliothek Forst. FOTO: Margit Jahn
Forst. Manche Gäste der Lesung von Magda Albrecht würden sich gerne häufiger solche Angebote in der Bibliothek wünschen.  Von Margit Jahn

Im Rahmen der Brandenburgischen Frauenwoche gab es in Forst eine kurzweilige Lesung mit der Berliner Autorin, Musikerin und Bloggerin Magda Albrecht. Es  ging um ein Thema, das inzwischen alle Altersgruppen berührt - das eine oder andere Pfund zu viel auf den Rippen. Magda Albrecht erzählte, wie das Thema sie seit Beginn ihrer Kindertage nicht mehr losgelassen hat. Einerseits mit einem kleinen Lachen auf den Lippen, aber schon auch mit einer gewissen Ernsthaftigkeit, die sie ihr Leben lang kämpfen lassen hat. Ihre Erlebnisse zu diesem Thema hat sie viele Jahre lang in Internet als Bloggerin beschrieben, dann ein Buch geschrieben.

Ihre Erfahrung lässt sie schlussfolgern: „Ein Blick auf den Körper scheint auszureichen, dass Menschen eine Meinung über einen bilden. Zumeist eine negative.“ Da unter den Lesungsgästen keine Models sitzen, gibt es hier und da eine stille Zustimmung. Überhaupt, was zieht Frau am besten an, wenn die Hüften etwas breiter sind? Schicke Mode war immer ein großes Problem; Streifen oder Punkte, Badeanzug oder Bikini? Für alles gibt es gut gemeinte Tipps, aber sie hat festgestellt: „Am wichtigsten ist, dass man sich in seinen Klamotten wohlfühlt.“ Und auch hier gibt es breite Zustimmung von den weiblichen Gästen, die – bis auf einen Mann – völlig unter sich sind.

Das Thema Diäten durfte am Abend auch nicht fehlen, und auch hier gab es ein paar Leidensgenossen im Saal, die wussten, wovon Magda Albrecht sprach. „Ich wollte auch gern schöne neue Kleider anziehen“, war die Motivation von Magda. Gut gelaunt warf sie an der Stelle ein, dass es sogar schon Gäste bei ihren Lesungen gab, die wissen wollten, wie viel sie wiege. Da war dann auch sie sprachlos und sagte lachend: „Das scheint von öffentlichem Interesse.“

Angelika Tietze aus Forst ist treue Leserin der Bibliothek und freute sich auf den unterhaltsamen Abend. Sie würde sich mehr solche Veranstaltungen wünschen. „In Forst ist leider nicht viel los“. Auch Marlen Syroth erinnert sich, dass solch unterhaltsame Veranstaltungen in der Bibliothek früher öfter durchgeführt wurden, „besonders im Winter“, sagt sie. Ein voll gefüllter Lesungsraum unterstreicht das Interesse und die Erfahrungen der beiden Forster Damen.