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| 16:47 Uhr

Tourismus
Brückenschluss am Mühlgraben

Das rote Kreppband zerschneiden Bürgermeisterin Simone Taubenek (l.), Ullrich Dunkel und Heike Korittke.
Das rote Kreppband zerschneiden Bürgermeisterin Simone Taubenek (l.), Ullrich Dunkel und Heike Korittke. FOTO: LR / Katrin Kunipatz
Forst. Die neue Brücke komplettiert den Uferweg. In zwei Jahren soll der letzte Abschnitt entstehen. Von Katrin Kunipatz

Die neue Brücke über den Mühlgraben sei eine Bereicherung für die Stadt, so Bürgermeisterin Simone Taubenek. Sie selbst habe den neuen Weg und die Brücke bereits oft zum Spazieren und Radfahren genutzt. Seit Ende Juni sind das Bauwerk und der Radweg fertig. Nur sei es noch nicht allen bekannt, habe Taubenek bei Gesprächen festgestellt. Um dies zu ändern lud sie Montagmittag zum offiziellen Eröffnungstermin ein. Die Bürgermeisterin, Ullrich Dunkel, Geschäftsführer der bauausführenden Firma, und Bauverwaltungsvorstand Heike Korittke zerschnitten ohne viel Drumherum das rote Kreppband. Nur die Planer aus Dresden fehlten, wofür die Anwesenden ob der langen Anfahrt Verständnis zeigten. Und statt Sekt und Schnittchen gab es Fakten zum Bauwerk und einen Ausblick auf die nächsten Projekte.

Neue Uferwege am Mühlgraben sind seit 2003 Bestandteil des Handlungskonzepts „Soziale Stadt“. Mit Fördermitteln von Bund und Land wird seitdem an der Vernetzung und Aufwertung des Mühlgrabenufers gearbeitet. In der Innenstadt und weiter in nördlicher Richtung sind seitdem zwischen Max-Fritz-Hammer-Straße und Heinrich-Heine-Straße sowie von der Richard-Wagner-Straße bis zu Schlaugks Eckchen zwei Kilometer Wege und zwei Brücken über den Mühlgraben entstanden.

Was fehlte, war der Abschnitt zwischen Paul-Högelheimer-Straße und Badestraße. Den Asphaltweg bis zur Gartengemeinschaft „Naturheilverein“ gibt es seit drei Jahren. Nach einem Jahr Planung und Ausschreibung begannen im vergangenen Herbst die Bauarbeiten an der Brücke und dem 2,5 Meter breiten Rad- und Fußweg von der C.-A.-Groeschke-Straße bis zum Mühlgraben. Die Fundamente für die Brücke setzte die Baufirma im Herbst 2017, als der Mühlgraben wie jedes Jahr abgelassen wurde. Wie Ullrich Dunkel berichtet, gab es während der Bauzeit keine Probleme. Ein kniffliger Moment war der Einbau der Brücke.

Direkt in den Rosengarten geht es für Radfahrer jetzt über diese Mühlgrabenbrücke. Von der C.-A.-Groeschke-Straße am Naturheilverein vorbei führt der Radweg bis zur Wehrinselstraße.
Direkt in den Rosengarten geht es für Radfahrer jetzt über diese Mühlgrabenbrücke. Von der C.-A.-Groeschke-Straße am Naturheilverein vorbei führt der Radweg bis zur Wehrinselstraße. FOTO: LR / Katrin Kunipatz

Die Stadt hatte sich für eine wartungsarme Konstruktion aus Stahl und glasfaserverstärktem Kunststoff entschieden. Als der Kran die vorgefertigte Brücke auf die Fundamente setzen wollte, stellte sich heraus, dass sie rund drei Tonnen schwerer war, als vom Hersteller berechnet. Letztlich sei aber alles glattgegangen, so Dunkel. Nur die Sträucher an der Brücke und dem Sitzplatz des Wassersportvereins konnten wegen der anhaltenden Trockenheit noch nicht gepflanzt werden. Dies wolle man im Herbst nachholen, erläutert Bauverwaltungsvorstand Heike Korittke. Dabei handelt es sich um Ausgleichsmaßnahmen, weil vier Bäume für den Brückenbau gefällt werden mussten.

Abgeschlossen ist das Projekt Aufwertung des Mühlgrabenufers noch nicht. Ab 2020 soll der Radweg von der neuen Brücke entlang des Mühlgrabens, am Solarfeld und den Bahnschienen vorbei bis zur Badestraße verlängert werden. Die Radtouristen würden direkt am Textilmuseum ankommen. Geplant sei weiterhin ein Orientierungs- und Leitsystem, so Heike Korittke. An markanten Punkten in der Stadt werden Wegweiser aufgestellt, die Radfahrer auf die Routen und über die neuen Wege lotsen. Statt nur auf dem Oder-Neiße-Radweg an Forst vorbei, könnten sie fern der Straßen direkt durch die Stadt radeln, wünscht sich die Bürgermeisterin.